Nahverkehr: Im Schnitt gehen die Ticketpreise im Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund um 5,1 Prozent nach oben. Das Einzelticket für die Kurzstrecke kostet ab 1. Januar 2,10 Euro (vorher waren es zwei Euro), die Streifenkarte (neun Streifen) schlägt mit 16,20 Euro zu Buche (aktuell noch 15,40 Euro). Streifenkarten zum Preis von 15,40 Euro können noch bis Ende März 2026 abgefahren werden, danach verfallen sie. Fürs 9-Uhr-Abo werden im Innenraum künftig 45,20 statt bisher 43 Euro fällig. Beim Deutschlandticket steigt der Preis von 58 auf 63 Euro pro Monat, es bleibt im Verhältnis zu den AVV-eigenen Abos ohne Sperrzeit in der Regel aber die günstigere Alternative.
Bisher war davon auszugehen, dass das kommende Jahr das letzte sein wird, in dem der AVV eigenständig bleibt, weil zu Jahreswechsel auf 2027 der Beitritt zum Münchner Verkehrsverbund MVV kommen sollte. Allerdings gibt es ein Jahr vorher noch so viele offene technische und rechtliche Fragen, dass eine Verschiebung ins Auge gefasst werden muss, ließ Landrat und AVV-Vorsitzender Martin Sailer (CSU) zuletzt verlauten. Im Tarifsystem wird es dann zu gewissen Änderungen kommen, auf flächendeckend günstigere Preise braucht niemand zu hoffen. Der MVV erhöht seine Preise zum Jahreswechsel um 3,9 Prozent.
Energie/Wasser: Energiekunden der Stadtwerke können ab 2026 von niedrigeren Preisen ausgehen. In der Grundversorgung sinken die Preise beim Strom zum Jahreswechsel um sieben Prozent, beim Gas voraussichtlich zum 1. Februar um 2,4 Prozent. Gegengerechnet mit anderen Faktoren wie staatlichen Abgaben bedeutet das für Grundversorgungskunden 70 Euro Ersparnis beim Strom und 51 Euro beim Gas pro Jahr (gerechnet auf den Augsburger Durchschnittshaushalt). Auch für Stadtwerke-Kunden mit Fixpreis-Verträgen und fester Vertragslaufzeit zahlt sich ein Blick in Unterlagen aus. Zudem verbessern sich die Konditionen für die so genannten Produkttarife, wobei davon nur profitiert, wer die Mindestvertragslaufzeit erfüllt hat.
Abwasser: Nach 16 Jahren erhöht die Stadt die Abwassergebühren. Hintergrund ist wie berichtet die bevorstehende Generalsanierung des Klärwerks für eine halbe Milliarde Euro. Pro Kubikmeter Haushaltsabwasser gehen die Kosten von 1,42 Euro (im Deutschland-Vergleich aktuell noch der günstigste Platz) auf künftig 2,05 Euro hinauf. Für einen Vier-Personen-Haushalt dürfte das Mehrkosten von zehn Euro pro Monat ausmachen. Hinzu kommt eine erhöhte Gebühr fürs Einleiten von Regenwasser aus Dach- und Hofflächen.
-
Stefan Krog
Icon Haken im Kreis gesetzt
Icon Plus im Kreis
-
Nahverkehr
Icon Haken im Kreis gesetzt
Icon Plus im Kreis
-
Augsburg
Icon Haken im Kreis gesetzt
Icon Plus im Kreis