Durch Großbritannien zieht zurzeit eine besonders starke Grippewelle. Ein bislang kaum bekannter Erreger soll laut der britischen Gesundheitsbehörde UKHSA dafür verantwortlich sein: das Adenovirus. Es kursieren bereits Schlagzeilen, die von einer „unbehandelbaren Krankheit“ sprechen, wie die „Frankfurter Rundschau“ berichtet.

Adenovirus: Hochansteckend und das ganze Jahr über da

Adenoviren sind hochansteckende Erreger, die über das ganze Jahr hinweg vorkommen, sich aber in den kalten Wintermonaten besser ausbreiten. Die oberen und unteren Atemwege, die Augen, der Magen-Darm-Trakt und auch die Nieren können von ihnen befallen werden. Symptomatisch erinnert alles an eine Erkältung: Husten, Schnupfen, Fieber, Halsschmerzen sowie geschwollene Lymphknoten kommen mit dem Adenovirus.

Es kann auch schwere Verläufe mit Lungenentzündungen und Bindehautentzündungen mit sich bringen. Obwohl die Adenovirus-Fälle in England rückläufig sind, sprechen Gesundheitsbeamte laut „The Independent“ von einem „Worst-Case-Szenario“ für Großbritannien. Die große Sorge vor dem Virus entstand vor dem Hintergrund der aktuellen Gesundheitskrise: Neben üblichen Erkältungen und dem Adenovirus grassiere auch die „Supergrippe“ H3N2 im Land. Beide Viren seien robuster als andere ihrer Gattung.

Krankheit kann sechs bis acht Wochen anhalten

Entgegen den Berichten einer „unbehandelbaren Krankheit“ gebe es doch Möglichkeiten, die Beschwerden zu linden. „Die Virusinfektion sollte von selbst abklingen, kann jedoch bis zu sechs bis acht Wochen andauern“, so das Manchester University NHS Foundation Trust. Ruhe, viel Flüssigkeit und rezeptfreie Schmerzmittel seien für die Behandlung ausreichend.

Die Krankheit werde durch Tröpfcheninfektion beim Husten und Niesen und bei direktem Kontakt mit einer kontaminierten Oberfläche übertragen.