Jedes Jahr an Silvester ist es die gleiche Situation – während die einen entspannt aufs neue Jahr anstoßen, wird bei den anderen doch etwas zu „ausgelassen“ gefeiert. Die Vergangenheit hat gezeigt: die Silvesternacht ist für die Beamten der Polizei Essen und Duisburg eine absolute Ausnahmesituation. Jetzt hat die Polizei mit DER WESTEN geteilt, wie man sich auf die Silvesternacht (31. Dezember 2025) vorbereitet hat.
Neben der immensen Müllverschmutzung kommt es an Silvester immer wieder auch zu schweren Sachbeschädigungen. So wurde beispielsweise in der Silvesternacht 2023/2024 in Essen eine Straßenbahnhaltestelle zerstört. Im Jahr davor bewarfen sich in Essen-Huttrop 200 Jugendliche gegenseitig mit Feuerwerkskörpern.
Letztes Silvester forderte zahlreiche Verletzte
Auch vergangenes Jahr gab es einige Verletzte – unter anderem Beamte der Polizei Essen und Duisburg. Letztes Jahr waren es in NRW 17 Polizisten, die Verletzungen erlitten. Am Rande des Ortes Geseke in NRW starb ein 24-jähriger Mann durch die Explosion eines Böllers. In Duisburg explodierte ein Böller in der Hand eines Mannes, der daraufhin schwer verletzt wurde. Ein Junge aus Herne verlor einen Finger.
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Auch dieses Jahr wird Pyrotechnik zur ernsthaften Gefahr – und das bereits vor Silvester. Am Montag (31. Dezember) wurden Straßenbahnen in Duisburg-Hochfeld und Hochfeld-Süd mit Böllern beworfen. Um die Sicherheit der Fahrgäste zu gewährleisten, mussten zahlreiche Bahnen ausfallen (mehr dazu hier >>>).
++ Silvester-Wahnsinn in NRW ++ Verletzte und Angriffe auf Polizei ++ Straßenbahn beschossen ++
Polizei aus NRW mit dringendem Appell!
Doch wie bereiten sich die Beamten in NRW auf die heutige Nacht vor? DER WESTEN hat bei den Beamten in Duisburg und Essen nachgefragt. Die Polizei Duisburg betont, dass man sich intensiv auf Silvester vorbereitet und dabei Erfahrungen aus den „Einsatzverläufen der vergangenen Jahre“ einbezogen hat. In der heutigen Nacht werden zahlreiche Beamte im Einsatz sein – neben uniformierten Polizisten gehören auch zivile Einsatzkräfte dazu. Sowohl in Essen als auch in Duisburg wird die Einsatzhundertschaft eingesetzt.
Dabei stehen bestimmte Orte aus den bisherigen Erfahrungen besonders im Fokus. Die Polizei Duisburg spricht von Gegenden, in denen „größere Menschenansammlungen zu erwarten sind“. Dazu zählen unter anderem zentrale Bereiche der Innenstadt und die Pauluskirche in Hochfeld oder der Hamborner Altmarkt. Auch in Essen legt die Polizei den Fokus verstärkt auf bestimmte Orte. Am Steeler Wasserturm wurde sogar „eine mobile Videoüberwachung“ angebracht, um diesen Bereich gezielt überwachen zu können.
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Die Polizei Duisburg appelliert an alle Anwohner, „auf eine sichere und verantwortungsbewusste Weise“ zu feiern. Vor allem durch Feuerwerke kommt es jedes Jahr zu zahlreichen Verletzungen. In Bezug auf Feuerwerk ergänzt die Polizei Essen, dass man Pyrotechnik ausschließlich bei „zertifizierten Händlern“ kaufen sollte und „auf eine CE-Kennzeichnung achten“ müsse. Wer das Feuerwerk zünden möchte, sollte zudem dringend die „Sicherheitsabstände“ einhalten. Und auch an Silvester gilt: Wer Alkohol trinkt, sollte das Auto stehenlassen und stattdessen ein Taxi nehmen, um sicher nach Hause zu kommen.