Das Chaos geht weiter und dieses Bild verheißt nichts Gutes. Dicke Kabel liegen im und neben dem Gleisbett. Weiter hinten sieht man Funken. Das ist der Kabelsalat vom Eurotunnel und der Grund, warum seit Dienstag fast alle Züge unter dem Ärmelkanal zwischen Frankreich und Großbritannien ausfallen. Nur eine einzige Strecke funktioniert noch, aber mit erheblichen Verspätungen.

Ein Lokführer des Eurostar schickte dieses Bild an „BBC News“, nachdem er es in einer WhatsApp-Gruppe für aktuelle und ehemalige Eurostar-Lokführer erhalten hatte. Tausende Passagiere überfüllten am Dienstag unter anderem die Bahnhöfe in London St. Pancras und Paris Gare du Nord.

Im Londoner Bahnhof St. Pancras warteten Tausende Reisende auf Informationen

Im Londoner Bahnhof St. Pancras warteten Tausende Reisende auf Informationen

Foto: IMAGO/News Licensing

Passagiere, die schon in Zügen waren, als der Strom ausfiel, mussten dort teilweise übernachten und saßen bis zu acht Stunden fest. Einer von ihnen schreibt auf X, dass auch die Toiletten nicht funktionierten.

Ein anderer Reisender, Dennis van der Steen, befand sich am Dienstagabend in einem Zug von London nach Amsterdam, der um 20:49 Uhr in St. Pancras abfuhr, aber vor dem Eurotunnel anhielt. Er berichtete der „BBC“, dass der Zug sechs Stunden lang ohne Strom am Tunneleingang warten musste, bevor er nach London zurückfuhr. „Wir hoffen, Silvester wieder zu Hause zu verbringen und mit Familie und Freunden zu feiern“, sagte er dem britischen Sender. „Der Zug ist dunkel, die Fahrgäste schlafen und warten, und sie sind auch sehr besorgt.“

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Mittlerweile ist die Stromversorgung im 50 Kilometer langen Kanaltunnel repariert, teilte der Betreiber in einer kurzen Erklärung mit, doch zur Ursache äußerte sich das Unternehmen nicht. Auf der Internetseite des Eurostar findet man bislang nur die Hinweise, dass die Züge von und nach London noch bis zum heutigen Silvestertag verspätet sind und die Züge zwischen Belgien, Frankreich, den Niederlanden und Deutschland bis zum 4. Januar ausfallen.