Das Jahr 2025 wird als ein bewegtes in die Geschichtsbücher der Landeshauptstadt eingehen. Das liegt nicht nur an gleich zwei Wahlen und dem großen Geburtstag des Düsseldorfer Karnevals: Es gab in diesem Jahr viele Geschichten in der Stadt zu erzählen. Manche machen Hoffnung auf die Zukunft, andere haben die Menschen ratlos, manchmal fassungslos zurückgelassen. Wir blicken auf 15 Geschichten, die unsere Leser in diesem Jahr besonders bewegt haben.

Es müssen nicht immer die großen Geschichten sein, die für viel Aufmerksamkeit sorgen. Manchmal sind es auch kleinere – oder in diesem Fall ein Kleingarten. Der frühere Pächter einer Parzelle im Kleingartenverein Rather Broich soll laut Zeugenaussagen das Grundstück verwüstet haben, aus Ärger über seine Kündigung. Pflanzen waren aus der Erde gerissen, Bäume gefällt, Töpfe zerschlagen, das Dach der Gartenlaube weggerissen, die Scheiben der Fenster und des Gewächshauses sind eingeschlagen, Türen entfernt und Fliesen von der Wand geschlagen. Bei diesem Fall im Januar war der Vorsitzende des Stadtverbandes Düsseldorfer Kleingärtner fassungslos: „So etwas habe ich noch nie erlebt, obwohl wir über 8000 Parzellen betreuen.“

Aus dem Freundes- und Bekanntenkreis war es schon länger herausgesickert: Thomas und Vera Geisel sind getrennt. Das einstige „First Couple“ der Stadt geht getrennte Wege. Nun saß er beim Rosenmontagszug auf der Tribüne am Rathaus. An seiner Seite: eine neue Frau. Eines der Tuschelthemen in der Stadt am Rosenmontag – und darüber hinaus.

Zum Auftakt in die neue Saison im April war der Düsseldorfer Fischmarkt direkt etwas zu gut besucht. Die Fläche am Unteren Rheinwerft war ab dem Nachmittag so überfüllt, dass die Veranstalter reagieren mussten. Sie stellten die Musik ab und ließen keine neuen Gäste mehr auf das Gelände. Es folgt eine Diskussion über die Entwicklung der Veranstaltung, anschließend wurde das Konzept etwas angepasst. Beliebt ist der Fischmarkt nach wie vor. Am 12. April 2026 geht es weiter.

Nur wenige Hunde in Düsseldorf dürften in jüngster Vergangenheit so viel Aufmerksamkeit bekommen haben wie Haribo. Ende Juli wurde der Labrador in einem Wald bei Unterbach zurückgelassen, fest angebunden, die Schnauze mit Panzertape zugeklebt. Im Tierheim kümmerte man sich um ihn, versorgte seine Wunden und vermittelte ihn. Uwe und Michaela Weber haben Haribo im Westerwald ein neues Zuhause gegeben. Dort fühlt sich der Hund mittlerweile sichtlich wohl. „Haribo ist ein herzensguter Hund. Er ist freundlich, einfach zum Liebhaben“, sagen sie. „Ein richtiger Goldbär.“

Bestlage an der Nobelmeile, Luxus-Artikel auf mehreren Etagen, seit 1820 familiengeführt – nun endet diese Ära: Der Traditionshändler Franzen an der Düsseldorfer Kö gibt sein Geschäft auf. Diese Nachricht sprach sich in der Stadt herum wie ein Lauffeuer. Der Umsatz sei in den vergangenen Jahren stark gesunken, der Standort laufe nicht mehr profitabel. Ein erhoffter Anstieg der Kauflaune in diesem Sommer sei ausgeblieben. „Daher müssen wir nun die Reißleine ziehen“, sagt Peter Franzen, einer der geschäftsführenden Gesellschafter.

Zum Abschied tönte vor wenigen Tagen noch einmal tief das Schiffshorn über den Rhein. Fährmann Hajo Schäfer winkte den Wartenden und tuckerte dann langsam den Fluss hinauf. An Land bewegte das die Besucher, einige verdrückten sogar Tränen. Zum vorerst letzten Mal ist die Fähre von Familie Schäfer zwischen Düsseldorf und Meerbusch über den Rhein gefahren. Gleichzeitig gibt es Hoffnung auf eine Zukunft des Betriebs: Bei der Suche nach Lösungen kam zuletzt die Rheinbahn als neuer Betreiber ins Gespräch. In einigen Wochen dürfte feststehen, ob die Einigung zustande kommt.