Das Jahr 2025 geht zu Ende. Zeit, einen Blick zurückzuwerfen. Das gilt auch für die heimischen Sportlerinnen und Sportler. Es gab zahlreiche Erfolge, aber auch bittere Tränen. Wir blicken auf das Sportjahr 2025 im Landkreis Augsburg zurück.

EHC Königsbrunn verpasst dritten Titel in Folge

Den dritten Meistertitel in Folge hatten die Eishockeyspieler des EHC Königsbrunn vor Augen, doch im letzten Moment platzte der Traum vom Titel in der Bayernliga. Im entscheidenden siebten Spiel unterlagen die Brunnenstädter, die zuvor zweimal Meister wurden, aber auf den Aufstieg verzichtet hatten, Erding und verpassten den Titel-Hattrick. Die Enttäuschung war groß, schließlich hatte Königsbrunn im sechsten Spiel bereits die Chance, alles klar zu machen.

David Farny (links) und der EHC Königsbrunn verpassten den Titel-Hattrick.

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David Farny (links) und der EHC Königsbrunn verpassten den Titel-Hattrick.
Foto: Dietmar Ziegler/diz-pix.de

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David Farny (links) und der EHC Königsbrunn verpassten den Titel-Hattrick.
Foto: Dietmar Ziegler/diz-pix.de

Es folgte im Sommer ein Umbruch beim EHC. Einige Spieler verließen den Klub, suchten eine neue Herausforderung in einer höheren Liga oder wollten woanders mehr Spielpraxis sammeln. Die Verantwortlichen hatten alle Hände voll zu tun, den Kader zusammenzubauen. Am Ende konnte aber eine schlagkräftige Truppe aufgestellt werden, die auch in dieser Saison wieder ganz oben in der Tabelle steht. Das Ziel ist der Titel. Ab Anfang Februar wird es für den EHC dann in den Play-offs ernst.

Fußball: Langerringen bejubelt den Aufstieg

Das Pendant zu den Play-offs ist beim Fußball die Relegation. Diese Art der Saisonverlängerung kennen die Spieler der SpVgg Langerringen aus den vergangenen Jahren nur allzu gut. Im Sommer 2024 stand der bittere Abstieg, 2025 dürfte man dann wieder jubeln. Denn in der dritten Relegationsrunde gelang dem Team des scheidenden Trainers René Hauck doch noch die Rückkehr in die Bezirksliga. Es war der bereits zweite Aufstieg ins schwäbische Oberhaus für Langerringen. Ebenfalls über die Relegation schaffte der TSV Bobingen II den Sprung in die Kreisliga. Mehr als souverän holte sich dagegen der TSV Schwabmünchen II die Meisterschaft in der A-Klasse Süd. Lediglich einmal in 24 Spielen gab es ein Remis, ansonsten wurden alle Spiele gewonnen. Ähnlich souverän sicherte sich der Türk SV Bobingen die Meisterschaft in der B-Klasse und führt zur Winterpause auch die Tabelle in der A-Klasse an.

Die SpVgg Langerringen feiert nach einem 3:0 in der Relegation gegen FSV Reimlingen den Aufstieg in die Bezirksliga.

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Die SpVgg Langerringen feiert nach einem 3:0 in der Relegation gegen FSV Reimlingen den Aufstieg in die Bezirksliga.
Foto: Andreas Lode

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Die SpVgg Langerringen feiert nach einem 3:0 in der Relegation gegen FSV Reimlingen den Aufstieg in die Bezirksliga.
Foto: Andreas Lode

Den Aufstieg verpasst haben zwar die Fußballer des TSV Bobingen. Dafür holte sich der Bezirksligist einen anderen Titel, den Kreispokal. Im Finale besiegte der Favorit den TSV Dasing mit 4:1 und dürfte sich über den Titel freuen. Durch den Erfolg war der Amateur-Verein für den Bayerischen Verbandspokal qualifiziert. Vergeblich hofften die Bobinger auf das Traum-Los TSV 1860 München. Am Ende durfte man gegen den Bayernligisten FC Pipinsried ran und schlug sich beim 0:3 ordentlich.

Meisterjubel und Bierdusche: Das sind die Fußball-Aufsteiger aus dem Kreis Augsburg

VfL Westendorf gewinnt im Relelgationsspiel gegen den FC Emersacker mit 4:1 VfL Westendorf gewinnt gegen FC Emersacker mit 4:1 und steigt in die Kreisklasse auf

Eine Meisterschaft ist im Leben eines Fußballers sehr besonders. Auch in dieser Saison gab es wieder einiges zu feiern. Das sind die Meister und Aufsteiger.

Einzelpreise gibt es dagegen selten beim Fußball. Manuel Hampp vom FC Königsbrunn erzielte im Februar den Bayerntreffer des Monats. Im Testspiel traf der Stürmer per Fallrückzieher gegen die SpVgg Langerringen. Er setzte sich gegen die Konkurrenz durch und wurde bei Blickpunkt Sport ausgezeichnet.

Die Volleyballer des TSV Schwabmünchen (gelbe Trikots) holten sich die Meisterschaft.

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Die Volleyballer des TSV Schwabmünchen (gelbe Trikots) holten sich die Meisterschaft.
Foto: Vanessa Di Marco

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Die Volleyballer des TSV Schwabmünchen (gelbe Trikots) holten sich die Meisterschaft.
Foto: Vanessa Di Marco

Ein makellose Bilanz wiesen die Volleyballer des TSV Schwabmünchen auf. Ohne Niederlage, lediglich mit einem verlorenen Satz holten sich die Satellites die Meisterschaft in der Bezirksliga und kehrten somit in die Landesliga zurück. Nebenbei holte das Team auch noch souverän den Pokal. Auch eine Liga höher läuft es für Schwabmünchen ganz gut.

Von Wertach-x-Run bis Triathlon in Königsbrunn

Höhepunkte sind in jedem Jahr aber die zahlreichen Laufveranstaltungen im Landkreissüden. Mit dem WertachX-Run in Schwabmünchen gibt es seit einigen Jahren ein besonderes Format, das auch in diesem Jahr wieder viel Zuspruch bekam. Im Zuge der Veranstaltungen wurden auch deutsche Meisterschaften ausgetragen. Ebenfalls gut besucht waren der Wertachlauf in Wehringen, der Laurentiuslauf in Bobingen und der Triathlon in Königsbrunn. Nur der Silvesterlauf in Schwabmünchen fällt aus.

Beim Laurentiuslauf in Bobingen war wieder einmal viel los.

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Beim Laurentiuslauf in Bobingen war wieder einmal viel los.
Foto: Elmar Knöchel

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Beim Laurentiuslauf in Bobingen war wieder einmal viel los.
Foto: Elmar Knöchel

Im Normalfall kommen Meistermannschaften aus dem Strahlen gar nicht mehr heraus. Bei den Basketballern der BG Hessing Leitershofen/Stadtbergen und den Tischtennis-Frauen des TTC Langweid war das im Vergangenen nicht so. Was den Korbjägern der Kangaroos als Meister der 2. Bundesliga Pro B sportlich nicht gelungen ist, blieb den Damen aus der Tischtennis-Hochburg am Lech als Meister der 2. Bundesliga aus finanziellen Gründen versagt: der Aufstieg.

Konsterniert standen Spieler und Verantwortliche nach dem abrupten Saisonende auf der Platte. Souverän war die Mannschaft um Trainer Emanuel Richter durch die Hauptrunde gepflügt, und hatte sich die Meisterschaft in der 2. Bundesliga Pro B gesichert. Als Tabellenerster hatte man es mit dem Achten der Nordgruppe zu tun. Eine lösbare Aufgabe – sollte man meinen. Doch bereits das Heimspiel gegen die Miners aus Essen ging vor voll besetzter Halle verloren. Und auch im Rückspiel im Ruhrgebiet setzte es eine bittere Niederlage.

Basketball: Kangaroos profesionalisieren sich

Für die Saison 2025/26 wurden beste Voraussetzungen geschaffen, den Aufstieg in die Pro A zu schaffen. Den Grundstein dazu sollte der Kaufs des PSA-Sportzentrums durch den Hauptsponsor Siegmund legen, in dem die bis auf drei Spieler völlig neu formierte nun uneingeschränkt unter der Leitung des mittlerweile hauptamtlich tätigen Chefcoachs Emanuel Richter trainieren kann. Vom Play-Off-Schreckgespenst aus Essen wurde deren Spielmacher Brian Dawson verpflichtet. Doch die hoch gesteckten Ziele gerieten nach einer Niederlagenserie ins Wanken. Nachdem die Rädchen in der runderneuerten Truppe noch nicht so wirklich ineinander greifen wollen, müssen sich die Kangaroos statt oben, erstmal nach unten orientieren.

Die Tischtennis-Frauen des TTC Langweid wurden in der abgelaufenen Saison Meister der einteiligen 2. Bundesliga. Man hat aber auf den Aufstieg ins deutsche Oberhaus verzichtet, da es am nötigen Kleingeld fehlte, um eine weitere Spitzenspielerin zu verpflichten. „Wir haben zwei Spielerinnen an der Angel gehabt, mit denen wir in der ersten Bundesliga hätten bestehen können“, hat sich Vorsitzender Alfons Biller maßlos geärgert, dass beide kurzfristig abgesagt haben. „Das Problem liegt darin, dass die meisten Spielerinnen in zwei Landesverbänden auf Vereinsebene spielen. Nur in Deutschland ist das nicht erlaubt. Wer hier spielt, darf in keinem anderen Verband mehr antreten“, erklärt Biller. Daher würde man für eine gute Spielerin praktisch eine finanzielle Doppelbelastung haben, da sie ansonsten in aller Regel bei zwei Vereinen spielen kann. „Wir nehmen einen neuen Anlauf“, sagt Alfons Biller. Und das, obwohl sich die 19-jährige Junioren-Europameisterin Veronika Matiunina, die mit einer Bilanz von 26:2 das Maß aller Dinge in der 2. Bundesliga war, zur Winterpause zum amtierenden Deutschen Meister TTC Weinheim verabschiedet hat. Wenn es diesmal sportlich klappt, soll der Aufstieg auch wahrgenommen werden.

  • Sebastian Richly

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