Vielen Menschen hilft Sport bei einer Krebserkrankung. Für Zahnarzt Ingo Brandt war also klar, wohin seine Spende geht.

Verl (matt) – Diese Sportgruppe ist nicht nur etwas Besonderes, sondern leider auch extrem Seltenes: Einmal pro Woche treffen sich Menschen, die entweder eine Krebserkrankung hinter sich haben oder in der Therapie stecken. 

Neue Mitglieder gewonnen

„Krebs und Sport schließen sich nicht aus. Im Gegenteil: Wer an Krebs erkrankt, schadet seinem Körper nicht, die Krankheit zu überwinden, sondern erhöht die Erfolgsaussichten“, sagte Regina Vogler vor wenigen Monaten.

Die Verlerin hat vor einem Jahr eine solche Reha-Sportgruppe unter dem Dach des TV Verl ins Leben gerufen. „Der Bericht hat viele neue Mitglieder zu uns gebracht“, freut sich die Physiotherapeutin über den Zuwachs und spielt ernsthaft mit dem Gedanken, eine zweite Gruppe ins Leben zu rufen.

Ausschlag gab ein privater Schicksalsschlag

Ebenfalls über den Artikel wurde der Verler Zahnarzt Ingo Brandt auf diese besondere Sportgruppe aufmerksam. Er hat mit einer Spende die Anschaffung von zehn Balance-Pads sowie eine Fortbildung, die Vogler befähigt, andere Übungsleiter in diesem Bereich auszubilden, finanziert. 1320 Euro hat er dem TV Verl überwiesen.

Anlass war vordergründig sein Praxisjubiläum. Ausschlaggebend für die Spende: ein privater Schicksalsschlag. „Meine Frau ist vor sechs Jahren an Krebs verstorben und ich weiß, wie wichtig diese Balance Pads für sie waren“, sagte Brandt. Das einjährige Bestehen war für die Mitglieder der Krebs-Reha-Sportgruppe zugleich ein guter Anlass, im weihnachtlichen Ambiente das Bestehen zu feiern.

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