Ein paar niedliche Schneeflocken beenden ein turbulentes Jahr. Es war geprägt von vielen Baustellen in und am Rande der Neustadt. Im Laufe des Jahres gelang es gar, die Carolabrücke abzureißen.
Schneemann vor Stadtteilhaus - Foto: Anton LaunerSchneemann vor Stadtteilhaus – Foto: Anton Launer

Außerdem gab es etliche Feierlichkeiten, ein paar traurige Schließungen, ein paar neue Läden und einiges Trauriges, Heiteres und Erfreuliches. Ach und da war noch was mit einer Brücke. Was im Viertel so passierte, hier im Überblick.

Verkehr & Bauen

An der Carolabrücke ging es erst ewig nicht voran und dann doch ganz schnell, im Juli war die einst mit dem Namen Dr. Rudolf Friedrichs errichtete Brücke dann komplett abgerissen. Die Neuplanungen sind im Gange, der Stadtrat beschloss: Vier Autospuren müssen es sein. Im kommenden Sommer sollen erste Pläne vorgestellt werden, bis dahin gilt es den Brückenfreien Blick auf die Altstadt-Kulisse zu genießen.
Brückenfreier Blick - Foto: Archiv/Anton LaunerBrückenfreier Blick – Foto: Archiv/Anton Launer

An einer anderen Brücke, der kleinen an der Bautzner Straße über die Prießnitz, wurden die Arbeiten abgeschlossen und ein wunderbarer Ampel-Wald aufgestellt.

Fast fertig: Die Prießnitzbrücke - Foto: Anton LaunerFast fertig: Die Prießnitzbrücke – Foto: Anton Launer

Ebenfalls fertig und inzwischen sogar mit Bäumen versehen, ist die Katharinenstraße, außerdem wurde in Vorbereitung auf den Mega-Baustart Königsbrücker Straße im kommenden Frühjahr kleinere Straßen im Umfeld ertüchtigt. Tüchtig gebaut wurde auch auf der Stauffenbergallee, die wird dann wohl im Frühjahr fertig werden.

Trauriges

Im April verstarb das Neustadt-Original Klaus Voigt vom Farben-Voigt auf der Görlitzer Straße. Etwas Trost: Das Lädchen gibt es weiterhin.

Feierlichkeiten

Auch in diesem Jahr gab es wieder ein Louisenfest und einen Bunten Sommer Neustadt. Während letzterer inzwischen ziemlich etabliert ist, gab es beim Louisenfest erst keine Finanzierung durch den Stadtbezirk, dann Ärger mit Ordnern mit Nazi-Tattoos. Der veranstaltende Verein hat jedenfalls Insolvenz angemeldet, auch wenn auf der Louisenfest-Website schon für eine Party im kommenden Jahr geworben wird.

Spektakulär ging es wieder bei den Buden und beim Zirkus auf dem Alaunplatz zu.

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Wenn die Bäume geschmückt sind, ist Schaubudensommer. Foto: Archiv Anton LaunerWenn die Bäume geschmückt sind, ist Schaubudensommer. Foto: Archiv/Anton Launer
Das Auf-und-Zu-Spiel

Es gab wieder viele Neueröffnungen, ein paar Schließungen, einige Wiedereröffnungen und an mancher Stelle wird gekämpft. So haben das zauberhafte Café Neustadt auf der Pulsnitzer Straße und der freche Horst auf der Louisenstraße geschlossen. Ebenfalls dicht, die Rosis und Nachteck am Dammweg. Die Gerüchteküche munkelt hartnäckig, dass das Nachteck in das ehemalige „Lobo“ einziehen will. Konkret ist da aber immer noch nichts. Für den Horst hat sich mit dem Liquid Rock ein würdiger Nachfolger gefunden, um die Ecke haben zwei Frauen das Zille als Zilles Anker wiederbelebt. Das Scheune-Café ist in die Nähe der immer noch nicht fertig sanierten Scheune gezogen.
Scheune: Von außen schon fast fertig, drinnen wird noch gewerkelt. Nächstes Jahr soll Eröffnung sein. Foto: Archiv/J. FrintertScheune: Von außen schon fast fertig, drinnen wird noch gewerkelt. Nächstes Jahr soll Eröffnung sein. Foto: Archiv/J. Frintert

Der neueröffnete Kinderschreck ist schon wieder geschlossen, außerdem gibt es Burger im Graffiti-Style und mit Vision, alles auf der Louisenstraße. Schönste Belebung des Jahres: Ins alte Kaufhaus Magnet ist der Offline-Shop eingezogen.

Neustadt-Geflüster

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