
Tag der USA bei der Tour de Ski: Nach dem Triumph von Gus Schumacher im neuen Massenstart-Format über fünf Kilometer im freien Stil siegte bei den Frauen auch eine Amerikanerin: Jessica Diggins.
Hinter der Favoritin kamen die beiden Schwedinnen Emma Ribom und Moa Ilor auf die Ränge zwei und drei. Pia Fink landete einen Achtungserfolg und wurde 14. Dass die Norwegerinnen mit dem neuen Wettkampf fremdeln, zeigte auch das Ergebnis bei den Frauen: In den Top-Team war aus der großen Langlauf-Nation niemand zu finden, die beste Norwegerin war Astrid Öyre Slind als Zwölfte.
Sofie Krehl als 21. und Helen Hoffmann drei Plätze dahinter waren die nächsten Deutschen, Hoffmann sagte anschließend: „Es ging schon relativ schnell los, am Ende ging dann auch noch mal richtig die Post ab.“ Krehl hatte ebenfalls mit dem neuen Format zu kämpfen: „Die erste Runde war etwas langsam, da dachte, ich könnte ein paar Plätze gutmachen. Auf einmal lag ich dann plötzlich ganz vorne, das war natürlich auch nicht der Plan.“
Katharina Hennig Dotzler ist ausgestiegen
Nicht mehr bei der Tour dabei ist überraschend Katharina Hennig Dotzler, die kurz vor dem Massenstart ihre Entscheodung bekanntgab. Bundestrainer Peter Schlickenrieder erklärte dazu im ZDF, dass offenbar eine Erkrankung der Grund sei: „Das ist ihre neue Stärke, dass sie beim kleinsten Anzeichen lieber aussteigt und nicht nur einfach mitlaufen will. Jetzt geht sie nochmal in den Trainingsaufbau für Olympia.“
Vor der Tour de Ski hatte in Laura Gimmler bereits eine deutsche Topläuferin krankheitsbedingt absagen müssen. Victoria Carl, 2022 in Peking Teamsprint-Olympiasiegerin mit Hennig Dotzler, fehlt auf nicht absehbare Zeit wegen einer Suspendierung nach einem positiven Dopingtest.
Erstmals im neuen Heat-Format
Der Heat-Massenstart wurde im Rahmen dieser Tour de Ski erstmals überhaupt ausgetragen. Bei diesem neuen Format wurden die insgesamt 82 Starterinnen in vier Gruppen (Heats) aufgeteilt, die jeweils einen eigenen Massenstart mit 20 oder 21 Teilnehmern liefen. Die Gruppen waren bunt gemischt und nicht nach Leistung sortiert, sodass in jedem Heat starke und weniger starke Läufer dabei waren. Sieger war der Athlet mit der schnellsten Zeit aller vier Läufe, so dass die Kunst darin bestand, nicht nur im eigenen Heat vorne zu sein, sondern auch dafür zu sorgen, dass das eigene Rennen schneller war als die drei anderen.
