Bonn (Nordrhein-Westfalen) – Erst der spektakuläre Millionendiebstahl in Gelsenkirchen, jetzt der nächste Fall bei einer Sparkasse. In Bonn ist offenbar eine große Menge Gold aus Schließfächern verschwunden.

Aus dem Schließfachbereich einer Bonner Sparkassen-Filiale fehlen erhebliche Mengen des Edelmetalls im Wert von 2,2 Millionen Euro, berichtet der „General-Anzeiger“ über den Diebstahl aus der Bank. Brisant: Ein Mitarbeiter der Bank steht im Verdacht, sich unberechtigt Zugang zu zwei Schließfächern verschafft und den wertvollen Inhalt gestohlen zu haben.

20 Kilo Gold aus Sparkasse geräumt

Die Polizei bestätigte am Mittwoch ein Ermittlungsverfahren, das bereits seit einiger Zeit laufe. Weitere Details wollten die Behörden in Nordrhein-Westfalen zunächst nicht nennen. Nach Informationen der Zeitung sollen 20 Kilogramm Gold aus dem Tresorraum verschwunden sein.

Die Sparkasse Köln/Bonn erklärte, dass es bereits am 17. Dezember in der Filiale am Friedensplatz zu einem Sicherheitsvorfall gekommen sei, von dem zwei Schließfächer betroffen waren. Man stehe nun mit den betroffenen Kunden in engem Austausch.

Das Gold verschwand aus den Schließfächern der Sparkasse in Bonn

Das Gold verschwand aus den Schließfächern der Sparkasse in Bonn

Foto: 7aktuell.de/Markus Böhm

Razzia und Festnahme

Ermittler und Bank machten zunächst keine Angaben, wie genau der unter Verdacht stehende Mitarbeiter möglicherweise an das Gold in den Schließfächern gelangen konnte. Bei dem verdächtigen Mitarbeiter und seinem Vater sollen laut „General-Anzeiger“ bereits Hausdurchsuchungen stattgefunden haben. Der Bankangestellte, bei dem es sich um einen jungen Mann handeln soll, sei festgenommen worden.

Aus Schließfächern einer Bonner Sparkassen-Filiale am Friedensplatz wurde Gold gestohlen

Die betroffene Bank liegt am Friedensplatz im belebten Zentrum von Bonn

Foto: Benjamin Westhoff/dpa

Der bekannte Millionen-Diebstahl bei der Bank

Erst vor wenigen Tagen war ein Millionendiebstahl aus der Sparkasse in Gelsenkirchen entdeckt worden. Bei dem spektakulären Einbruch arbeiteten sich die Täter mit einem Spezialbohrer in den Tresorraum der Bank vor. Dort brachen die Unbekannten dann fast alle der 3.250 Kunden-Schließfächer auf. Die Beute, bei der es sich um Bargeld, Gold und Wertgegenstände handeln soll, wird auf mindestens 30 Millionen Euro geschätzt. Auf einem Überwachungsvideo ist zu sehen, wie die Täter schließlich aus einem Parkhaus flüchteten.

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Während die Ermittlungen in dem Fall aus Gelsenkirchen laufen, kommt nun der weitere Millionen-Diebstahl aus einer Sparkasse in Bonn ans Licht.