Weltweit haben Millionen Menschen das neue Jahr begrüßt. Den Anfang machte um 11 Uhr deutscher Zeit das 7.300 Einwohner zählende Südseeatoll
Kiritimati, das zum Inselstaat Kiribati
gehört, gefolgt von großen Feuerwerken in Australien und Neuseeland.

Auch im
indonesischen Jakarta, auf den Philippinen und in Bangkok versammelten
sich die Menschen, um 2026 zu begrüßen. In Peking begann das neue Jahr
mit einer Feier an der Großen Mauer. Dubai veranstaltete eine Lasershow rund um das höchste Gebäude der Welt, den 828 Meter hohen Wolkenkratzer Burdsch Chalifa. Vor dem Brandenburger Tor im Zentrum Berlins harrten schon vor Mitternacht Tausende von Menschen in der Kälte aus, in Vorfreude auf ein siebenminütiges Feuerwerk.

Sydney zündete neun Tonnen Pyrotechnik

Die australische Metropole Sydney feierte den Start ins neue Jahr bereits um 14 Uhr deutscher Zeit mit einem gigantischen Feuerwerk rund um die Harbour Bridge und das Opernhaus. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen wurden neun
Tonnen Pyrotechnik gezündet. 

Am Opernhaus in Sydney hielten zahlreiche Menschen eine Schweigeminute zum Gedenken an die Betroffenen des Anschlags am Bondi Beach. © George Chan/​Getty Images

Angesichts des Anschlags am Bondi Beach vor knapp zwei Wochen gab es zudem eine Schweigeminute. Auf die weiß angestrahlte Harbour Bridge wurden die Worte „peace“ (Frieden)
und „unity“ (Einheit) sowie eine Menora, ein zentrales religiöses Symbol des Judentums, projiziert. Tausende Menschen hielten Kerzen und andere Lichter in den Händen. Ein geplantes Festival am Bondi Beach wurde nach dem Anschlag abgesagt. An dem weltberühmten Strand hatten am 14. Dezember zwei Attentäter auf eine jüdische Feier geschossen. 15 Menschen starben bei dem Angriff, zahlreiche weitere wurden verletzt. 

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Wenig später starteten auch in Asien Millionen von Menschen ins neue Jahr. In vielen asiatischen Städten fanden spektakuläre Lichtshows statt, etwa in Busan (Südkorea) und der Metropole Singapur. Dort versammelten sich zahlreiche Schaulustige zum Feuerwerk an der Marina Bay mit Blick auf die Skyline. 

Feuerwerke erhellen die Skyline von Taiwan. © Gene Wang/​Getty Images

Feuerwerk erhellt den Mitternachtshimmel in der Großstadt Makati auf den Phillipinen. © Jamillah Sta. Rosa/​AFP/​Getty Images

In Seoul in Südkorea begrüßten zahlreiche Menschen nach Mitternacht den Beginn des neuen Jahres mit Taschenlampen und Lichtern. © Soo-hyeon Kim/​REUTERS

In Bangkok feierten Menschen am Fluss Chao Phraya. Dort spiegeln sich traditionell die Lichter des riesigen Feuerwerks. Zahlreiche Menschen zelebrieren den Jahreswechsel daher jährlich auf Partybooten, um die Show aus der Nähe zu erleben.

Feuerwerkskörper explodieren über dem Chao-Phraya-Fluss während der Neujahrsfeierlichkeiten in Bangkok. © Sakchai Lalit/​AP/​dpa

Hongkong ohne Feuerwerk

In der Sonderverwaltungszone Hongkong fiel das traditionelle Silvesterfeuerwerk über dem Victoria Harbour aus. Nach einem schweren Brand in einem Wohngebäude mit mindestens 160 Toten Ende November hatten die Behörden die Großveranstaltung abgesagt. Stattdessen wurde eine große Countdown-Veranstaltung mit Lichtinstallationen und Sängerauftritten organisiert.

© Lea Dohle

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Auf dem chinesischen Festland begann das neue
Jahr im Vergleich zu vielen westlichen Ländern ruhiger. Zwar gab es auch
hier Feiern und Zusammenkünfte, der eigentliche Höhepunkt steht aber
erst Mitte Februar an, wenn China nach dem traditionellen Mondkalender
das neue Jahr begrüßt.

Mit dem Übergang vom Jahr der Schlange zum Jahr
des Pferdes beginnt dann die größte Reisewelle des Jahres. Hunderte
Millionen Menschen machen sich zum Frühlingsfest auf den Weg in ihre
Heimatorte, um mit ihren Familien zusammenzukommen und bei festlichen
Mahlzeiten das wichtigste Fest des Jahres zu begehen.

Dubai lässt Burdsch Chalifa leuchten

Das Feuerwerk am Burdsch Chalifa in Dubai © Fadel Senna/​AFP/​Getty Images

In Dubai feierten die Menschen dagegen mit einem spektakulären Feuerwerk und einer Licht- und Lasershow am höchsten Gebäude der Welt, dem Burdsch Chalifa, ins neue Jahr. Die Fassade des 828 Meter hohen Wolkenkratzers in den Vereinigten Arabischen Emiraten
leuchtete in wechselnden Farben auf, während Pyrotechnik die Besucher
staunen ließ. Auch an anderen
Orten in den Emiraten gab es zum Jahreswechsel großes Feuerwerk und
Drohnenshows am Nachthimmel.

Polizeiaufgebot sicherte Party in Berlin

Mehrere Tausend Polizisten waren in der Silvesternacht in Berlin im Einsatz. © Adam Berry/​AFP/​Getty Images

Die große Silvesterparty am Brandenburger Tor im Zentrum Berlins lockte schon Stunden vor Mitternacht Tausende Menschen an. In
langen Schlangen standen sie an den Eingängen der Absperrungen, wo
Taschen und Tickets kontrolliert wurden. Mehrere DJs spielten von einer Bühne aus Musik, das Tor wurde aufwendig mit einer Lichtshow beleuchtet. Einige Besucher tanzten. 

Die Polizei war mit einem Großaufgebot von 4.300 Beamtinnen und Beamten im Einsatz, „um empathielose Böllerexzesse zu vermeiden“. Unter anderem seien bei Durchsuchungen von Autos und einer Wohnung im Stadtgebiet Kugelbomben sichergestellt worden. Vergangenes Jahr hatte es in der Silvesternacht Ausschreitungen und schwerwiegende Vorfälle mit Kugelbomben gegeben.

Athen verzichtet auf lautes Geböller

Die Hauptstädte Griechenlands und Zyperns haben
die Lautstärke ihrer Silvesterfeuerwerke in diesem Jahr
heruntergeregelt. Athen und Nikosia ersetzen das vertraute Zischen,
Knistern und Knallen von Feuerwerkskörpern durch ein Spektakel mit
geräuscharmer Pyrotechnik, Lichtshows und Drohnen, die weniger Getöse
verursachen. Damit sollen die Neujahrsfeiern kinder- und
haustierfreundlicher werden.

„Dies markiert eine neue Ära der
Neujahrsfeiern“, sagte der Athener Bürgermeister Haris Doukas. „Ein
spektakuläres Lichtspiel ohne ohrenbetäubenden Lärm – mit Rücksicht auf
Menschen, Tiere und die Umwelt.“

Spanisches Dorf feiert vor

In Spanien zog ein Dörfchen namens Villar de Corneja den Beginn des neuen Jahres eigenmächtig
vor. In der Gemeinde, die etwa 150 Kilometer westlich von Madrid liegt, leben viele ältere Menschen, die um Mitternacht im Bett liegen wollen. Deshalb feiern die rund 70 Bewohner seit 2004 das Silvesterfest schon um zwölf Uhr
mittags. Der spanischen Silvestertradition
folgend, versammelten sie sich auf dem Hauptplatz und schoben sich kurz
vor dem „Jahreswechsel“ zu jedem der insgesamt zwölf Glockenschläge des
Rathausturmes eine Weintraube in den Mund. 

Die Stadt London zündete ein riesiges Feuerwerk um ihr Wahrzeichen Big Ben. © Alberto Pezzali/​AP/​dpa

In London versammelten sich mehr als hunderttausend Menschen zum Glockenschlag von Big Ben und feierten bei eisigen Temperaturen in einem abgesperrten Bereich am Themseufer
gegenüber vom Riesenrad London Eye, um das Feuerwerk anzuschauen.

Menschen in Amerika warten noch

In Nord- und Südamerika warten die Menschen noch auf Mitternacht. Um vier Uhr deutscher Zeit etwa begeht Rio de Janeiro in Brasilien das neue Jahr. Dort werden am berühmten Copacabana-Strand mehr als zwei Millionen Menschen erwartet. Um sechs Uhr deutscher Zeit wird schließlich in New York das neue Jahr eingeläutet. 

Silvester

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