Bielefeld (NRW) – Das neue Jahr hatte noch gar nicht begonnen, da forderte der Böllerwahnsinn schon das erste Todesopfer! In Bielefeld hat sich ein 18-Jähriger mit einem selbstgebauten Feuerwerkskörper so schwere Verletzungen zugefügt, dass er noch vor Ort verstarb. Wenig später wurde der zweite Böllertote gemeldet. Wieder in Bielefeld. Und wieder starb ein 18-Jähriger.
Laut den Aussagen zweier Zeugen hatte das erste Opfer kurz nach 23 Uhr auf dem Spielplatz am Bielefelder Schlehenweg ein selbstgebasteltes Rohr in den Sand gesteckt und mit Sprengmitteln befüllt. Diese stammten mutmaßlich aus Silvesterraketen und Böllern. Als er gegen 23.27 Uhr versuchte, das Pyro-Gemisch zu entzünden, explodierte die Konstruktion direkt vor seinem Gesicht.
Der sofort alarmierte Notarzt versuchte ihn noch zu reanimieren, doch es war zu spät. Der junge Mann starb noch auf dem Spielplatz. Seine beiden Freunde erlitten einen Schock, mussten durch die Feuerwehr betreut werden.

Kurz nach Mitternacht starb ein zweiter 18-Jähriger in Bielefeld. Er soll eine selbstgebaute Kugelbombe gezündet haben
Foto: TV7 News
Kurz nach Mitternacht wurde der Notarzt zu einem weiteren Bölleropfer im Bielefelder Stadtteil Brake gerufen. Auf dem Norderneyweg hatte ein 18-Jähriger einen selbstgebauten Feuerwerkskörper gezündet. Auch er wurde durch die Explosion so schwer am Kopf verletzt, dass er starb.