Der Einsatz von Rebels-Angreifer Jack Bloem (blau) reichte gegen die Tölzer Löwen nicht für einen Punktgewinn. (Archivbild) Foto: Günter E. Bergmann – Photography
Die Negativspirale setzt sich auch im letzten Spiel 2025 fort: Gegen Bad Tölz verlieren die Stuttgart Rebels mit 3:6. Im neuen Jahr steht beim Waldau-Club ein Ehemaligen-Treff an.
Wer weiß, vielleicht helfen die silvesterlichen Glücksrituale ja dabei, die Stuttgart Rebels wieder in die Erfolgsspur zu führen. Denn zuletzt war das Glück eindeutig nicht auf der Seite des Eishockey-Oberligisten. So auch beim letzten Spiel des Jahres 2025 in Bad Tölz. Mit 3:6 unterlag der Waldau-Club am Dienstagabend auswärts bei den Tölzer Löwen – bereits die sechste Niederlage in Folge.
Dennoch lobt Geschäftsführer Roland Schmid seine Mannschaft: „Wir haben die richtige Reaktion gezeigt.“ Im Vergleich zur heftigen Derby-Klatsche gegen Heilbronn zeigten sich die Rebels in Oberbayern deutlich verbessert. Jack Bloem brachte die Degerlocher in der siebten Minute gar in Führung.
Rebels haben Glück gegen Bad Tölz nicht auf ihrer Seite
„Danach hatten wir Chancen auf den zweiten Treffer“, berichtet Schmid. Doch der fiel erst einmal nicht. Stattdessen brach Rebels-Verteidiger Matt Pistilli hinter dem eigenen Tor bei einem Klärungsversuch der Schläger. Michael Keränen nutzte die unverhoffte Gelegenheit und glich in der zehnten Minute aus. „Das ist symptomatisch dafür, wie es bei uns gerade läuft“, sagt Schmid.
Anschließend spielten die drittplatzierten Löwen ihre Klasse aus. Nach einem Tor für das Heim-Team durch Niklas Hörmann (14.) erhöhten Ludwig Nirschl und Karel Klikorka im zweiten Abschnitt auf 3:1 beziehungsweise 4:1 für die Gastgeber. „Bad Tölz spielt eine überragende Runde“, zollt Schmid dem Gegner Respekt, „gerade zuhause sind die eine Macht.“
Im Schlussdrittel trafen zwar Pistilli und Alex Blais für die Rebels, aber auch die Löwen schlugen noch zweimal zu. So stand am Ende die nächste Pleite aus Stuttgarter Sicht. Schmid sah trotzdem eine gute Leistung: „Wir haben gegen ein bärenstarkes Team gut dagegengehalten.“ Nun komme es darauf an, das Positive für die kommenden Spiele mitzunehmen. „Mit so einer Situation umzugehen, ist für uns alle schwierig“, sagt Schmid.
Ehemaligen-Treff in der Eiswelt
Immerhin bietet sich den Rebels bereits am 2. Januar in Lindau eine neue Chance, die Niederlagenserie zu stoppen. Und beim nächsten Heimspiel kann das zweitjüngste Team der Liga zumindest von den Rängen auf erfahrene Unterstützung zählen. Rund um die Partie gegen die Memmingen Indians am 4. Januar richten die „Waldau Old Boyz“ in der Eiswelt ihren traditionellen Ehemaligen-Treff aus – mit 300 Litern Freibier und den Vereinslegenden Rasso Rampp und Guidl Holzmann als Ehrengästen.
Außerdem kündigt Ex-Spieler und Organisator Bernd Schäffler an: „Wir werden Venci ehren.“ Gemeint ist Vaclac „Venci“ Niesner, im Stuttgarter Eishockey jahrzehntelang als Spieler, Trainer und Mentor präsent. Der Tscheche war an Heiligabend im Alter von 71 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben.
Die Statistik zum Spiel
Tore
0:1 Bloem (7.), 1:1 Keränen (10.), 2:1 Hörmann (14.), 3:1 Nirschl (24.), 4:1 Klikorka (37.), 4:2 Pistilli (52.), 5:2 Schönberger (56.), 6:2 Nirschl (59.).
Strafzeiten
Bad Tölz vier Minuten / Stuttgart vier Minuten
Zuschauer
2003