In den Sommermonaten des nun zu Ende gehenden Jahres fiel es einem Wegberger Imker erstmals deutlich auf, dass sich an seinen Bienenständen etwas verändert hatte. Zwar kehrten die Honigbienen wie gewohnt von ihren Sammelflügen zurück, beladen mit Nektar oder Pollen, und steuerten das kleine Flugloch mit ihrer Beute an. Die Tiere der hier verbreiteten Art Apis mellifera carnica durchsuchen dabei ein Gebiet von bis zu drei Kilometern Durchmesser – eine Fläche von rund 28 Quadratkilometern. Doch am Flugloch herrschte eine ungewöhnliche Unruhe: Statt weniger Wächterbienen drängten sich dort plötzlich Hunderte, zögerlich, abwartend, alarmiert.