Einsätze in Hamburg

So fällt die erste Silvesterbilanz der Polizei aus

01.01.2026 – 07:00 UhrLesedauer: 2 Min.

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Silvesternacht: Zahlreiche Kräfte waren im Einsatz in Hamburg. (Quelle: Christian Charisius/dpa/dpa-bilder)

Die Hamburger Polizei zieht eine erste Bilanz der Silvesternacht. Mehrere Beamte wurden bei Einsätzen verletzt, in einigen Stadtteilen eskalierte die Lage.

In der Silvesternacht sind in Hamburg mindestens zehn Polizisten verletzt worden. Die betroffenen Beamten konnten ihren Dienst nicht fortsetzen, wie die Polizei mitteilte. Über die Schwere der Verletzungen machte die Behörde keine Angaben.

Die Polizei sprach von einem silvestertypischen Einsatzverlauf – nach bisherigen Erkenntnissen. Zur Unterstützung der Hamburger Einsatzkräfte waren Beamte aus Bayern und Mecklenburg-Vorpommern im Einsatz.

„Der weit überwiegende Teil der Hamburgerinnen und Hamburger startete friedlich in das neue Jahr“, hieß es in einer Mitteilung der Polizei.

Laut Polizei verlief die erstmals aus Hamburg ausgestrahlte ZDF-Silvestershow am Chicagokai in der Hafencity ohne besondere Vorkommnisse. Tausende Besucher feierten trotz des regnerischen Wetters. In der Spitzen hielten sich laut Polizei mehr als 7.000 Menschen an den Landungsbrücken auf, bis zu 25.000 auf der Reeperbahn und etwa 4.000 rund um die Binnenalster.

Die Polizei schickte nach eigenen Angaben in den Abendstunden verstärkt Kräfte in den Stadtteil Steilshoop. Dort sei Pyrotechnik auf Passanten, Einsatzkräfte und Wohnobjekte geworfen worden. Die Situation habe im Verlauf der Silvesternacht beruhigt werden können. Mehrere Personen seien festgestellt worden, erhielten einen Platzverweis oder seien in Gewahrsam genommen oder festgenommen worden.

Kurz nach Mitternacht beschossen Unbekannte laut Polizei Beamte bei einem Einsatz auf einem Supermarktparkplatz in Lurup mit Pyrotechnik. Die Polizei nahm einen mutmaßlichen Verursacher vorläufig fest.

Im Stadtteil St. Pauli soll aus einer Gruppe von etwa 15 Personen Feuerwerkskörper auf Unbeteiligte geworfen worden sein. Einsatzkräfte konnten die Situation demnach beruhigen. Im Phoenix-Viertel in Harburg meldeten Passanten, dass sie mit Schreckschusswaffen beschossen worden seien. Mutmaßliche Verursacher wurden laut Polizei nicht identifiziert.

Im Stadtteil Wilhelmsburg bewarfen laut Polizei Unbekannte Feuerwehrleute mit Böllern. Die Einsatzkräfte wollten einen brennenden Altkleidercontainer löschen. In Dulsberg setzten Polizisten nach eigenen Angaben Pfefferspray gegen mehrere Personen ein. Sie nahmen mehrere Störer in Gewahrsam.

Am frühen Abend brannte in Farmsen-Berne ein Einfamilienhaus. Die Polizei vermutet, dass Feuerwerk den Brand auslöste. Verletzt wurde niemand. Das Haus ist vorerst unbewohnbar.