Mit einem überwiegend friedlichen Start ins neue Jahr meldet die Polizei Aachen eine entspannte Silvesternacht. Auch die Feuerwehr zieht eine positive Bilanz: Rund 30 Einsätze waren nötig – fast alle ausgelöst durch Feuerwerkskörper. Meist handelte es sich um kleinere Brände, größere Schadenslagen blieben aus. Ähnlich ruhig zeigte sich die Lage in der übrigen Städteregion.

Im Kreis Düren spricht man ebenfalls von einer vergleichsweise entspannten Nacht. Zwar gab es einzelne Vorfälle – etwa eine auf einen Balkon gefallene Rakete oder brennenden Unrat – doch blieben sie überschaubar. Der Rettungsdienst hatte etwas mehr zu tun, insgesamt sei die Situation jedoch „spürbar weniger angespannt als in den vergangenen Jahren“, so ein Feuerwehrsprecher.

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Die Leitstellen der Feuerwehr und Polizei im Kreis Düren haben eine ruhige Silvesternacht gemeldet. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers habe es nicht so viele Einsätze gegeben wie in den Jahren zuvor. Kleinere Vorfälle wie eine Rakete, die auf einen Balkon gefallen war, oder brennender Unrat mussten bearbeitet werden. Der Rettungsdienst verzeichnete hingegen mehr Arbeit.

Kurz nach Mitternacht brannte im Kreuzauer Ortsteil Am Burg ein Balkon. Nach Angaben der Polizei wurden keine Personen verletzt, und es entstand kein Gebäudeschaden. Etwas später kam es in Düren am Miesheimer Weg zu einem Zimmerbrand, nachdem dort ein Balkon Feuer gefangen hatte. Wie die Polizei mitteilt, wurde der Einsatz gegen 0.30 Uhr gemeldet. Bei diesem Vorfall entstand ein leichter Gebäudeschaden, Verletzte gab es nicht. Beide Brände konnte die Feuerwehr schnell unter Kontrolle bringen.

Im neunten Stockwerk brennt am Miesheimer Weg in Düren ein Zimmer.  Foto: F. Freyer

Die Polizei im Kreis Heinsberg hat in der Silvesternacht eine sehr unruhige Lage erlebt, die vor allem von Schlägereien und dem Einsatz von Pyrotechnik geprägt war. Nach Angaben der Polizei handelte es sich jedoch um eine „typische“ Einsatzlage unter Alkoholeinfluss, ohne außergewöhnliche Vorkommnisse.

Die Feuerwehr in Heinsberg musste bereits gegen 18 Uhr zur Potsdamer Straße ausrücken, wo ein Baum brannte. Wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte, wurde der Brand mutmaßlich durch einen Silvesterknaller ausgelöst. Um eine Ausweitung auf umliegende Bäume zu verhindern, wurde der brennende Baum gefällt und anschließend gelöscht.

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Kurz nach Mitternacht kam es im Heinsberger Ortsteil Oberbruch in der Röntgenstraße zu einem Heckenbrand, der auf ein angrenzendes Mehrfamilienhaus überzugreifen drohte. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen und eine Ausbreitung verhindern. Verletzte gab es nicht.

In der Nacht kam es außerdem im Ortsteil Kirchhoven nahe der niederländischen Grenze zu einem Brand in einem Innenhof der Straße Vinn. Wie die Polizei mitteilt, wurde das Feuer gegen 3.05 Uhr gemeldet und sprang auf das Gebäude über. Menschen seien beim Eintreffen der Einsatzkräfte nicht in Gefahr gewesen. Die Feuerwehr rettete jedoch drei Hunde aus dem Gebäude. Die Ursache des Brandes ist noch unklar, die Polizei vermutet Böllerreste als Auslöser und hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Einsatz endete gegen 5 Uhr.

In der Silvesternacht hat im Heinsberger Ortsteil Kirchhoven ein Gebäude in einem Innenhof gebrannt.  Foto: Uwe Heldens

Vor Silvester hatten die Polizeileitstellen der Städteregion Aachen, Düren und des Kreises Heinsberg bereits zahlreiche Anrufe von Menschen erhalten, die sich durch die laute Knallerei gestört fühlten. Anrufer aus der Aachener Innenstadt und Monschauer Altstadt wurden an die jeweiligen Ordnungsämter verwiesen, da in diesen Bereichen ein absolutes Böllerverbot gilt. In Heinsberg war das Feuerwerk erst ab 18 Uhr am 31. Dezember erlaubt. Die Polizei informierte die Bürgerinnen und Bürger darüber, dass Feuerwerkskörper am Silvester- und Neujahrstag grundsätzlich zulässig sind, sich aber bei Verstößen – etwa wenn Böller von Balkonen auf Passanten geworfen werden – einschaltet, wie es zuletzt in Aachen der Fall war.