Am Silvesterabend fand in der Wallfahrtskirche Herrgottsruh wieder das beliebte Silvesterkonzert statt. Roland Plomer, der seit 50 Jahren in Friedberg und dem Augsburger Raum mit Kirchenmusik und Konzerten bekannt ist, hatte eingeladen. So konnte Wallfahrtsdirektor Pater Hans-Joachim Winkens die Besucherinnen und Besucher in der vollbesetzten Kirche begrüßen.
Interessant sei, dass dieser letzte Tag des Jahres nach dem 33. Papst, Silvester I., benannt ist, der am 31. Dezember 335 in Rom gestorben ist. Winkens erinnerte an das ökumenische Treffen in Nicäa, im heutigen Isny in der Türkei, welches an das Konzil von 325 erinnerte. Es fiel in die Regierungszeit des Papstes Silvester und formulierte das Große Glaubensbekenntnis an den menschgewordenen und dreifaltigen Gott.
Susanne Kapfer und Nathalie Muchitsch treten beim Silvesterkonzert auf
Mit drei heroischen Tänzen von Philipp Telemann eröffneten zuvor Roland Plomer an der Orgel und Thomas Fink mit der Trompete das Konzert. Es gesellte sich dann Susanne Kapfer hinzu und präsentierte von Georg Friedrich Händel „Er weidet seine Herde“ aus dem Oratorium „Messias“. Es folgte sogleich im klassischen Teil des Konzertes das „Let the bright seraphim“ aus dem Oratorium „Samson“.
Im zweiten Teil des Konzertes eröffneten zunächst Nathalie Muchitsch zusammen mit dem Schlagzeuger Markus Trinkl den modernen Teil des Programms. Mit „Thank you for the music“ eroberten sie sogleich die Herzen der Besucherinnen und Besucher. Als sich dann die drei anderen Künstler auch noch hinzugesellten und von D. Forster „The prayer“ und von Beyoncé das „Ave Maria“ anstimmten, rissen sie das Publikum zu wahren Beifallsstürmen hin. Ein grandioses Schlagzeug-Solo von Markus Trinkl beendete den zweiten Teil.
„Music was my first love“ beendet den musikalischen Jahresausklang in Herrgottsruh
Absoluter Höhepunkt war dann der letzte Teil der Aufführung. Nathalie Muchitsch machte in der Moderation aufmerksam, dass Musik nicht nur Töne oder Emotionen und Melodien sind, sondern auch politische Botschaften enthalten, zu denen sich die Machthaber der Welt oft auch durch Repressalien verhalten. Das „Den Parolen keine Chance“ von Konstantin Wecker gehörte in diese Kategorie. Susanne Kapfer brillierte dann mit „Nessun dorma“ aus der Oper „Turandot“ von Giacomo Puccini. Der starke Applaus bedankte ihre großartige Leistung. Zuvor hatte Thomas Fink und Roland Plomer mit Susanne Kapfer schon mit „Alla Tromba della Fama“ von B. Galuppi die Zuschauer begeistert.
Zum Abschluss kam als persönliche Liebeserklärung „Music was my first love“ von G. Berryman zur Aufführung durch Nathalie Muchitsch. Fröhlich, beseelt und beschwingt verließen die Menschen die Kirche, um mit der Familie oder im Freundeskreis den Jahreswechsel zu begehen. (AZ)
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86316 Friedberg
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