
AUDIO: So wird das Kinojahr 2026 (4 Min)
Stand: 01.01.2026 08:39 Uhr
Das neue Jahr 2026 bietet vielversprechende Filme. Neben Fortsetzungen wie „Dune 3“, „Spider-Man: Brand New Day“ und „Toy Story 5“ gehören Originale wie „Die Odyssee“ und „Marty Supreme“ sowie romantische Geschichten wie „Hamnet“ und „Sturmhöhe“ zu den Höhepunkten.
Ende 2025 lief im Kino ein Historienfilm „Rückkehr nach Ithaka“ von Uberto Pasolini über die Rückkehr von Odysseus in seine Heimat. Juliette Binoche spielt Penelope, Ralph Fiennes den unerkannten Helden, der nach Jahrzehnten in der Fremde nach Hause zurückkehrt.
„Die Odyssee“ – Christopher Nolans neues Epos im Juli
2026 gibt es diesen klassischen Stoff von Homer gleich noch einmal: mit einem noch größeren Cast! Dazu gehören in „Die Odyssee“ Zendaya, Tom Holland, Robert Pattinson, Anne Hathaway und – als Odysseus – Matt Damon. Wie immer bei neuen Filmen des Briten Christopher Nolan weiß die Öffentlichkeit kaum etwas über den Inhalt des Filmes. Das Startdatum steht fest: der 16. Juli.
Gleich zu Beginn des Jahres starten einige Literaturverfilmungen. François Ozon zeigt in „Der Fremde“ (ab 1. Januar) seine Version des gleichnamigen Romans von Albert Camus. Ab dem Valentinstag (13. Februar) folgt der Liebesfilm „Wuthering Heights – Sturmhöhe“ mit Jacob Elordi und Margot Robbie. Regisseurin Emerald Fennell wird sich allerdings nicht streng an die Vorlage des Emily-Brontë-Romans halten. Darauf sollten sich Fans des englischen Bestsellers einstellen.

Ozon hat sich in seinem neuen Film einem der bedeutendsten Romanklassiker der französischen Literatur gewidmet: Albert Camus‘ „Der Fremde“.
Lachen mit Hape Kerkeling
Gleich Anfang des jahres gibt es auch Gelegenheit zum Lachen – mit einer deutschen Gesellschaftskomödie: Los geht’s am 15. Januar mit der „Extrawurst“, die für das einzige muslimische Mitglied eines deutschen Tennisvereins gegrillt werden soll – oder eben nicht. Hape Kerkeling gibt grandios den Vereinsmeier. Und Kerkeling bringt uns gleich nochmal zum Lachen – ab 26. März in „Horst Schlämmer sucht das Glück“. Vorher darf man sich noch freuen auf die Joachim Meyerhoff-Verfilmung „Diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ (29. Januar) mit Senta Berger als exzentrischer Großmutter – und auf Jan Weilers „Die Ältern“ in der Kinoversion von Sönke Wortmann, mit Sebastian Bezzel als Superpapi auf dem Abstellgleis – ab 12. Februar.
„The Bride!“ – Weibliche Frankenstein-Verfilmung von Maggie Gyllenhaal
Auch zwei neue Blockbuster ab dem 5. März basieren auf Literatur: „Der Astronaut“ mit Sandra Hüller und Ryan Gosling basiert auf Andy Weirs Sci-Fi-Roman „Project Hail Mary“. Er handelt von einem Wissenschaftler, der alleine durch das Weltall irrt – und Erstaunliches erlebt. Maggie Gyllenhaal hat sich den Frankenstein-Stoff geschnappt und ihre Version „The Bride! Es lebe die Braut“ mit Christian Bale und Jessie Buckley in Szene gesetzt. Der Frankenstein-Stoff ist hier im Chicago der 1930er-Jahre angesiedelt – und wohl mehr Groteske als Horrorfilm. Richard Linklater interessiert sich für die männlichen Ikonen der französischen „Nouvelle Vague“, insbesondere die Entstehungsgeschichte von Jean-Luc Godards „Außer Atem“.
Den Belmondo-Macho-Part übernimmt im Film der französische Newcomer Aubry Dullin (ab 12. März). Ein witziger Bursche, der schon in seiner Jugend als Jean Paul-Belmondo-Look alike galt und sich deshalb zum Casting anmeldete.
Video:
Trailer: „The Bride! Es lebe die Braut“ (2 Min)
Steven Spielberg, Jim Jarmusch und İlker Çatak mit neuen Filmen
Neuen Kinostoff liefern 2026 auch drei Oscar-Größen. Steven Spielberg wird ab dem 11. Juni mit „Disclosure Day“ einen Sci-Fi-Film liefern, über den noch wenig bekannt ist. Jim Jarmusch hat mit „Father Mother Sister Brother“ bereits Weltpremiere in Venedig gefeiert und den Goldenen Löwen des Filmfestivals im vergangenen August gewonnen.
Das starbesetzte Vehikel (ab 26. Februar) mit Cate Blanchett, Tom Waits, Adam Driver und Vicky Krieps handelt in drei Episoden von Familienbeziehungen. İlker Çataks zum Teil in Hamburg gedrehtes Drama „Gelbe Briefe“ ist mit dem Startdatum 5. März ein Kandidat für die nahende Berlinale. Darin geht es um ein Künstler-Ehepaar aus Ankara.

Nach dem Oscar-nominierten Drama „Das Lehrerzimmer“ dreht sich Çataks neuer Film um ein Künstler-Ehepaar aus Ankara.
„Dune 3“ und „Werwolf“ am Ende des Jahres
Fortsetzungen wie „Jumanji 3“ (10. Dezember) , „The Mandalorian & Grogu“ (20. Mai) aus dem „Star Wars“-Universum und „Toy Story 5“ (19. Juni) dürften ganze Familien ins Kino locken. Auch die Fans von Superhelden kommen nicht zu kurz. So startet „Spider Man in „A Brand New Day“ – ab dem 30. Juli und die „Avengers 5: Doomsday“ am 16. Dezember.
Ebenfalls im Dezember präsentiert Denis Villeneuve seinen dritten und abschießenden Teil seines Epos „Dune“ (17. Dezember) – mit Timothée Chalamet, Rebecca Ferguson und Zendaya. Das Jahr 2026 endet mit Horror vom Feinsten vom neuen Meister des Genres. Robert Eggers („Nosferatu“) inszeniert in „Werwolf“ erneut mit Willem Dafoe, Aaron Taylor-Johnson und Lily-Rose Depp im mittelalterlichen England.
Oscar-verdächtige Hollywood-Filme am Anfang 2026

Jessie Buckley (links) spielt Agnes, die sich auf den ersten Blick in den Lateinlehrer William Shakespeare (Paul Mescal) verliebt: in „Hamnet“.
Im Dezember werden die Oscar-Longlisten bekannt gegeben. Mit dabei sein dürfte das neue Drama der US-Regisseurin Chloé Zhao, „Hamnet„. Sie erzählt im historischen Film mit Jessie Buckley und Paul Mescal („Gladiator“) das fiktive Familienleben von William Shakespeare: ab 15. Januar.
Richtig auf die Tube drückt Schauspieler Timothée Chalamet in seiner Rolle als legendärer Tischtennisspieler in „Marty Supreme“. Die fiktive Biografie basiert auf dem Leben eines echten Sportlers – und Chalamet hat für Regisseur Josh Safdie jahrelang heimlich Tischtennis trainiert. Zu sehen ist der Blockbuster ab 26. Februar.
Mit Text von Walli Müller

Vor Weihnachten starten die Filmstudios traditionell ihre Kinderfilm-Blockbuster. Filmkritikerin Walli Müller stellt sie vor.

Mit Ildikó Eneydis Drama endete der Wettbewerb des Filmfests Venedig. Vor der Weltpremiere erzählte der Hamburger über seine zweite Kinorolle.

Er erzählt vom Goldmedaillen-Gewinn des Deutschland-Achters und umstrittenen Rudertrainer Karl Adam.

Der Film erzählt vom Gold-Triumph 1960 des Deutschland-Achters mit dem umstrittenen Rudertrainer Karl Adam. Gedreht wurde auf dem Küchensee.

Das Drama „Silent Friend“ von Ildikó Eneydi feierte am Freitag Weltpremiere. Es konkurrierte mit 20 Filmen um den Goldenen Löwen.
Kinostarts 2026 – Die Highlights
Titel
Genre / Regie