Ein Rettungsfahrzeug ist mit Blaulicht auf einer Straße unterwegs.

AUDIO: Schwerverletzer und Brände an Silvester (1 Min)

Stand: 01.01.2026 10:41 Uhr

In der Silvesternacht kam es in Mecklenburg-Vorpommern zu zahlreichen Einsätzen von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Eine Vielzahl wurde laut Polizei durch den unsachgemäßen Umgang mit zum Teil illegaler Pyrotechnik ausgelöst. Bei Rostock riss ein Böller einem Mann eine Hand ab, in Penzlin brannten Bootsschuppen.

Mit Partys und Feuerwerk sind die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern in das neue Jahr gestartet. Aber wie zu erwarten, ging der Jahrewechsel nicht ohne Verletzungen über die Bühne. In Reddelich (Landkreis Rostock) hat ein 23-jähriger Mann durch einen explodierten Böller seine linke Hand verloren. Er wurde mit einem Rettungswagen in ein Klinikum eingeliefert. Der Böller habe eine erhebliche Sprengkraft gehabt, die über das hinausgegangen sei, was es im Supermarkt gebe, hieß es. Ob es sich um einen selbstgebauten Knaller oder illegale Importware handelte, war zunächst unklar.

Illegale Pyrotechnik sichergestellt

In Waren an der Müritz (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) hat die Polizei mehr als ein Kilogramm unerlaubte Pyrotechnik nach einem anonymen Hinweis sichergestellt. Ein 17-Jähriger soll sie sich online bestellt haben. Gegen ihn wird nun wegen Illegalen Besitzes von Pyrotechnik ermittelt. Auch in der Nähe von Ferdinandshof (Landkreis Vorpommern-Greifswald) fanden Beamte bei drei Männern im Alter von 18 bis 23 Jahren mehrere selbstgebaute Raketen und diverse unerlaubte Feuerwerkskörper. Nach ihnen wurde nach der Beschädigung eines Briefkastens gefahndet. In mehreren Fällen wurden in der Neujahrsnacht zudem unerlaubte Gegenstände wie Waffen sichergestellt.

Balkonbrand in Schwerin

Neben der Polizei hatten auch die Einsatzkräfte der Feuerwehren in der Silvesternacht viel zu tun. Im ganzen Land gab es immer wieder Brände. Auf Rügen, in Ribnitz-Damgarten, Bugewitz bei Anklam, auf Usedom, in Neustrelitz, Malchow, bei Ueckermünde und in Neubrandenburg wurden Autos, Carports, Container und Briefkästen durch Pyrotechnik beschädigt oder zerstört. Der Schaden beträgt insgesamt über 300.000 Euro. Aber auch zu Balkonbränden mussten die Retter ausrücken. In Schwerin wurde durch einen Feuerwerkskörper ein Brand auf einem Balkon eines Mehrfamilienhauses ausgelöst. Das Feuer griff auf die Wohnung im Stadtteil Mueßer Holz über. Die beiden Bewohner mussten vorsorglich in ein Krankenhaus. Ihre Wohnung ist derzeit unbewohnbar. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung.

Bootshäuser abgebrannt

Abgebrannte Bootsschuppen in Penzlin

Am Großen Stadtsee in Penzlin brannten am Morgen fünf Bootsschuppen.

Am Großen Stadtsee in Penzlin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) sind am frühen Neujahrsmorgen fünf Bootsschuppen abgebrannt. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 50.000 Euro. Verletzt wurde niemand, wie das Polizeipräsidium Neubrandenburg mitteilte. Die Ursache des Feuers ist noch unklar. In Malchow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) ist laut Polizei ein Auto in Flammen aufgegangen. Der Schaden dort belaufe sich auf rund 3.000 Euro. Auch in diesem Fall sei die Ursache noch nicht bekannt. Insgesamt sprach die Polizei von einer relativ ruhigen Silvesternacht zwischen Haff und Müritz.

Ruhige Nacht in Greifswalder Notaufnahme

Im Westen des Landes hatte die Polizei mehr als 300 Einsätze. Unter anderem ist ein Zigarettenautomat in Rostock gesprengt worden. Der Schaden liegt bei mindestens 10.000 Euro. Aus Greifswald meldet die Notaufnahme der Universitätsklinik eine ausgesprochen ruhige Silvesternacht mit nur wenigen kleineren Fällen.

Laut Polizei bewegten sich die Einsatzzahlen, was Angriffe auf Polizeibeamte und Rettungskräfte, Körperverletzung sowie Brände und Sachbeschädigungen durch Pyrotechnik betraf, auf einem ähnlichen Niveau, wie beim Jahreswechsel 2024/2025.

Blick auf das Silvesterfeuerwerk am Chicagokai in der Hafencity in Hamburg

In Hamburg sollen Polizisten bei Angriffen mit Böllern verletzt worden sein, im Landkreis Rostock verlor ein 23-Jähriger eine Hand. Größtenteils verlief die Nacht aber friedlich.

Vier Menschen zeichnen mit Wunderkerzen die Jahreszahl 2026 in den abendlichen Himmel.

Wissenswertes und Tipps rund um den Jahreswechsel finden Sie hier.