Mehr als 70 Einsätze ist die Feuerwehr Karlsruhe in der Silvesternacht gefahren – und somit deutlich mehr als in den vorigen Jahren. Das gab die Branddirektion der Stadt in einer Mitteilung am 1. Januar bekannt.
Keine größeren Unglücksfälle
Glücklicherweise kam es zu keinen größeren Schadensfeuern oder Unglücksfällen. Alle Einsätze konnten zeitnah und erfolgreich abgearbeitet werden, heißt es in der Mitteilung weiter. Zahlreiche Fahrzeuge und Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr waren in der Nacht im Einsatz.
Notrufe im Minutentakt
Bereits tagsüber gingen in der integrierten Leitstelle, die für den Rettungsdienst und die Feuerwehren im Stadt- und Landkreis Karlsruhe zuständig ist, deutlich mehr Notrufe ein als üblich. Besonders in den Nachtstunden stieg die Zahl der Anrufe merklich an. In der Zeit um den Jahreswechsel gingen Notrufe über die 112 im Minutentakt ein.

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Der Notruf „112“ ist auf einem Fahrzeug der Feuerwehr zu sehen. (Symbolbild)
Foto: Sven Hoppe/dpa
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Der Notruf „112“ ist auf einem Fahrzeug der Feuerwehr zu sehen. (Symbolbild)
Foto: Sven Hoppe/dpa
Bereits im Vorfeld wurde die Anzahl der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aufgestockt, sodass das erhöhte Notfallaufkommen zeitnah bearbeitet werden konnte, so die Branddirektion.
Feuerwehr löscht zahlreiche Kleinbrände
Bei den Einsätzen der Feuerwehr Karlsruhe handelte es sich überwiegend um Brände von beispielsweise Müllbehältern, Müllunterständen, Hecken, Gebüschen, Fahrzeugen, Grasflächen, einer Poolabdeckung oder Unrat. Diese Brände sind nach bisherigen Erkenntnissen auf Feuerwerkskörper zurückzuführen, wie die Polizei Karlsruhe in einer Mitteilung vom 1. Januar bekannt gab.

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Ein Feuerwehrmann. (Symbolbild) (zu dpa: «Sechsstelliger Schaden nach Brand einer Maschinenhalle»)
Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
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Ein Feuerwehrmann. (Symbolbild) (zu dpa: «Sechsstelliger Schaden nach Brand einer Maschinenhalle»)
Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
Es lösten auch Brandmeldeanlagen aus. In Gebäuden, Wohnungen oder auf Balkonen traten Kleinbrände auf, die schnell von der Feuerwehr gelöscht werden konnten. In der Gartenstraße musste ein Kindergarten von Rauch befreit werden, nachdem dieser durch einen angrenzenden Brand dort hereingezogen war.
Hohe Auslastung der Einsatzkräfte zum Jahreswechsel
Ein Überblick über alle verzeichneten Einsätze im Zeitraum von Mittwoch, 31. Dezember 2025, 18.30 Uhr und Donnerstag, 1. Januar 2026, 6.30 Uhr:
- Feuerwehr im Stadtkreis Karlsruhe: 73 Einsätze
- Feuerwehren im Landkreis Karlsruhe: 49 Einsätze
- Rettungsdienst im Stadt- und Landkreis Karlsruhe: 239 Einsätze
Brand in Graben-Neudorf: 250.000 Euro Schaden
Zu den schwerwiegenderen Ereignissen zählte ein Brand in Graben-Neudorf in der Nagoldstraße. Hier geriet eine Garage in Brand und das Feuer griff in der Folge auf ein Wohnhaus über.

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Brand in Graben-Neudorf in der Silvesternacht 2026.
Foto: Andreas Penschok / EinsatzReport24
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Brand in Graben-Neudorf in der Silvesternacht 2026.
Foto: Andreas Penschok / EinsatzReport24
Eine Bewohnerin erlitt leichte Verbrennungen am Kopf und wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Ein in der Garage abgestelltes Fahrzeug brannte vollständig aus. Das Wohnhaus ist derzeit nicht bewohnbar.

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Brand in Graben-Neudorf in der Silvesternacht 2026.
Foto: Andreas Penschok / EinsatzReport24
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Brand in Graben-Neudorf in der Silvesternacht 2026.
Foto: Andreas Penschok / EinsatzReport24
Der entstandene Sachschaden wird auf rund 250.000 Euro geschätzt. Die Brandursache ist bislang unklar. Die Ermittlungen wurden vom Kriminaldauerdienst übernommen.
Verbotszonen für Feuerwerk weitestgehend eingehalten
Aus Sicht der Polizei Karlsruhe verlief der Jahreswechsel unauffällig, heißt es in einer Mitteilung des Polizeipräsidiums vom 1. Januar.

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Schilder zum Böllerverbot an Silvester am Karlsruher Schlossplatz 2025.
Foto: Thomas Riedel
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Schilder zum Böllerverbot an Silvester am Karlsruher Schlossplatz 2025.
Foto: Thomas Riedel
Die eingerichteten Feuerwerksverbotszonen wurden von der feiernden Bevölkerung bis auf wenige Einzelfälle eingehalten. Die Einsätze konnten durch die erhöhte Anzahl an Einsatzkräften zeitnah bearbeitet werden.
Mehrere kleine Körperverletzungen
Im Bereich der Karlsruher Innenstadt hielten sich auf den öffentlichen Plätzen der Kernstadt in der Silvesternacht rund 3.000 Personen auf, die zahlreiche Feuerwerkskörper abbrannten.

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Gruppe von Menschen entzündet Feuerwerkskörper. (Symbolbild)
Foto: Thomas Frey/dpa/dpa-tmn
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Gruppe von Menschen entzündet Feuerwerkskörper. (Symbolbild)
Foto: Thomas Frey/dpa/dpa-tmn
Die Polizei schritt bei sich anbahnenden Auseinandersetzungen konsequent ein, heißt es in der Mitteilung weiter. Größere Schlägereien konnten so verhindert werden. Im Verlauf der Nacht kam es dennoch zu mehreren kleineren Körperverletzungen.
Personen beschießen sich mit Feuerwerkskörpern
Auch außerhalb der Karlsruher Innenstadt brannten einzelne Personen unsachgemäß Feuerwerkskörper ab. Vereinzelt beschossen sich Personengruppen gegenseitig mit Feuerwerkskörpern.

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Person entzündet Feuerwerkskörper. (Symbolbild)
Foto: Boris Roessler/dpa/dpa-tmn
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Person entzündet Feuerwerkskörper. (Symbolbild)
Foto: Boris Roessler/dpa/dpa-tmn
Der Polizei wurden keine schwerwiegenden Verletzungen gemeldet. Zudem stellten die Einsatzkräfte in der Nacht mehrere rechtswidrig mitgeführte Schreckschusswaffen sicher.
Böller verursacht Feuer in Langensteinbach
In Karlsbad-Langensteinbach setzte ein fehlgeleiteter Feuerwerkskörper einen Balkonbereich in Brand. Eine Sitzgruppe geriet hierbei in Brand, zudem zog Rauch in die Wohnung. Personen wurden nach derzeitigem Kenntnisstand nicht verletzt. Der Sachschaden wird auf circa 10.000 Euro geschätzt.
Polizeibeamte mit Rakete beschossen
Eine Streife des Polizeireviers Karlsruhe-Waldstadt wurde aus einer Gruppe Jugendlicher heraus mit einer Rakete beschossen.

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Person entzündet einen Böller in der Hand. (Symbolbild)
Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa-tmn
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Person entzündet einen Böller in der Hand. (Symbolbild)
Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa-tmn
Ein Tatverdächtiger konnte im weiteren Verlauf identifiziert und vorläufig festgenommen werden. Ihn erwartet eine Anzeige wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte.
Jugendliche sprengen Zigarettenautomaten
In Durlach sprengten Unbekannte gegen 03.30 Uhr einen Zigarettenautomaten und zerstörten diesen vollständig. Ob hierbei Feuerwerkskörper oder ein anderes Sprengmittel verwendet wurde, ist Gegenstand der Ermittlungen.
Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zu der Sprengung des Zigarettenautomaten in Durlach geben können, sich bei der Kriminalpolizei unter 072 1666-5555 zu melden.
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