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Gilt eine Hunderasse automatisch als gefährlich? Die Antwort fällt je nach Bundesland unterschiedlich aus. Jedes Bundesland hat eigene Regeln für die Hundehaltung. Manche listen Rassen auf, denen sie ein erhöhtes Aggressionspotenzial zuschreiben. In einigen Ländern gibt es sogar zwei Kategorien. Vier Bundesländer verzichten komplett auf solche Rasselisten.
Du möchtest wissen, ob und welche Rassen in deinem Bundesland verboten sind oder nur unter besonderen Bedingungen gehalten werden dürfen? Hier bekommst du den Überblick.
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Baden-Württemberg teilt sogenannte gefährliche Hunderassen in zwei Gruppen ein. In Kategorie 1 stehen Hunde, deren „Gefährlichkeit als nicht widerlegbar gilt“, wie das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz erklärt: Bei Kategorie‑2‑Rassen vermutet das Land eine besondere Gefährdung. Du darfst sie nur unter bestimmten, regional abweichenden Bedingungen halten.
- Kategorie 1: American Staffordshire Terrier, Bullterrier, Pitbull Terrier
- Kategorie 2: Bullmastiff, Staffordshire Bullterrier, Dogo Argentino, Bordeauxdogge, Fila Brasileiro, Mastín Español, Mastino Napoletano, Mastiff, Tosa Inu
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- Kategorie 1 umfasst Hunde, die das Land als besonders gefährlich einstuft: Pitbull, Bandog, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Tosa Inu
- Kategorie 2 enthält Rassen, bei denen Behörden eine erhöhte Gefährdung annehmen: Alano, American Bulldog, Bullmastiff, Bullterrier, Cane Corso, Dog Argentino, Dogue de Bordeaux, Fila Brasileiro, Mastiff, Mastín Español, Mastino Napoletano, Perro de Presa Canario (Dogo Canario), Perro de Presa Mallorquin, Rottweiler
Ausnahmen gelten nur in klar definierten Fällen. Du darfst einen Listenhund nach Deutschland einführen, wenn er als Rettungs-, Dienst-, Blinden- oder Begleithund arbeitet.
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Berlin führt drei Rassen und deren Kreuzungen als gefährlich: American Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier und Bullterrier. Du darfst sie nur unter festgelegten Auflagen halten.
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Brandenburg ordnet bestimmte Hunderassen zwei Kategorien zu.
- Kategorie 1 führt Rassen, die das Land als besonders gefährlich einstuft: American Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Bullterrier, Staffordshire Bullterrier, Tosa Inu
- Kategorie 2 umfasst Hunde, bei denen Behörden eine erhöhte Gefährdung annehmen: Alano, Bullmastiff, Cane Corso, Dobermann, Dogo Argentino, Dogue de Bordeaux, Fila Brasileiro, Mastiff, Mastín Español, Mastino Napoletano, Perro de Presa Canario, Perro de Presa Mallorquin, Rottweiler
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Bremen stuft folgende Rassen und ihre Kreuzungen als gefährlich ein: Pitbull Terrier, Bullterrier, American Staffordshire Terrier und Staffordshire Bullterrier. Du darfst sie nur unter festgelegten Auflagen halten.
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Hamburg teilt gelistete Hunderassen in zwei Kategorien ein.
- Kategorie 1 umfasst Rassen, die als besonders gefährlich gelten: American Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Bullterrier sowie Mischlinge dieser Hunde.
- Kategorie 2 nennt Rassen, bei denen die Behörden ein erhöhtes Risiko annehmen: Bullmastiff, Dogo Argentino, Dogue de Bordeaux, Fila Brasileiro, Kangal, Kaukasischer Owtscharka, Mastiff, Mastín Español, Mastino Napoletano, Rottweiler, Tosa Inu und deren Kreuzungen.
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Hessen führt mehrere Rassen als gefährlich und damit auflagenpflichtig: Pitbull Terrier beziehungsweise American Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier beziehungsweise Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Bullterrier, American Bulldog, Dogo Argentino, Kangal (Karabash), Kaukasischer Owtscharka und Rottweiler. Du darfst sie nur unter klar festgelegten Bedingungen halten.
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Mecklenburg-Vorpommern verzichtet seit 2022 vollständig auf eine Einstufung nach Rasse. Ein Hund gilt dort nur dann als gefährlich, wenn er durch konkretes Verhalten auffällt.
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In Niedersachsen bewertet das Land ebenfalls das Verhalten, nicht die Rasse. Gefährlich ist dort nur ein Hund, der durch bestimmte Vorfälle auffällt.
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- Kategorie 1 listet Hunde, die das Land als besonders gefährlich einstuft: Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und Bullterrier sowie deren Kreuzungen untereinander und mit anderen Rassen.
- Kategorie 2 umfasst Hunde, bei denen Behörden ein erhöhtes Risiko annehmen: Alano, American Bulldog, Bullmastiff, Mastiff, Mastín Español, Mastino Napoletano, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Rottweiler und Tosa Inu
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Das Land stuft folgende Hunde als gefährlich ein: American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Hunde des Typs Pitbull Terrier sowie alle Tiere, die von diesen Rassen oder diesem Typ abstammen. Du darfst sie nur unter bestimmten Auflagen halten.
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Folgende Rassen gelten hier als gefährlich: American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und American Pitbull Terrier. Du darfst sie nur unter festgelegten Auflagen halten.
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Als gefährlich gelten hier: American Staffordshire Terrier, Bullterrier, Pitbull Terrier sowie deren Kreuzungen untereinander. Du darfst sie nur unter bestimmten Auflagen halten.
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Diese Rassen stehen auf der Liste der gefährlichen Hunde: Pitbull Terrier, Staffordshire Bullterrier, American Staffordshire Terrier und Bullterrier. Du darfst sie nur unter bestimmten Auflagen halten.
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Schleswig-Holstein verzichtet seit 2016 auf eine Einstufung nach Rasse. Ein Hund gilt dort erst dann als gefährlich, wenn er durch aggressives Verhalten auffällt.
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In Thüringen spielt die Rasse keine Rolle mehr. Ein Hund gilt dort nur dann als gefährlich, wenn er auffällig wird – etwa durch Aggressivität, Kampfbereitschaft oder Beißvorfälle, erklärt das Landesverwaltungsamt.
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