Aufnahmen der Tat aus der Videoüberwachung der Altstadt konnten gesichert werden.

Wie der zuständige Staatsanwalt Murat Ayilmaz am Donnerstagmittag auf Anfrage sagte, stehen die Ermittlungen noch ganz am Anfang. So sei es zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, weitere Details – etwa zum Alter des Opfers und zu einem möglichen Tatgeschehen – zu machen. Damit sei am Freitag zu rechnen, so Ayilmaz, dann werde voraussichtlich auch entschieden, ob der 17-Jährige in Untersuchungshaft muss.

Insgesamt sei die Silvesternacht aber ruhiger gewesen als in den vergangenen Jahren, heißt es in einer ersten Bilanz weiter. Die Polizei sei „mit deutlicher Präsenz im Stadtbild sichtbar“ gewesen und „konsequent, niederschwellig und robust eingeschritten“. Sowohl in der Altstadt als auch in den Stadtteilen habe es weniger Einsätze gegeben, „es war relativ ruhig“, so der Sprecher. In der Altstadt wurden zwar zahlreiche Verstöße gegen das Feuerwerksverbot registriert, wie unser Reporter vor Ort berichtete, dort und auch im Stadtteil Hassels habe man aber unter anderem mithilfe der installierten Videoüberwachung frühzeitig einschreiten können. Dazu habe es zwar erneut Angriffe mit Pyrotechnik auf Einsatzkräfte gegeben, dabei sei aber nach vorläufigen Angaben niemand verletzt worden.

Der Vorfall am Bolker Stern ist allerdings bereits das dritte versuchte Tötungsdelikt, das sich in den vergangenen Tagen in der Landeshauptstadt ereignet hat. Zunächst waren am Dienstagnachmittag mitten in der Innenstadt Schüsse gefallen. Zwei Männer hatten insgesamt zehn Mal auf den Passagier eines Taxis geschossen: Kostenpflichtiger Inhalt Die Spuren führen zum organisierten Verbrechen, das Opfer, das weiterhin in Lebensgefahr schwebt, ist laut Staatsanwaltschaft der Neffe eines in den Niederlanden inhaftierten Drogenbosses.