Die Polizei hat insgesamt 265 Einsätze verzeichnet, die Feuerwehr 237. Laut Polizeisprecher war es einsatzmäßig ein „normales“ Silvester.

Am Mittwoch, 31. Dezember, sind die Kräfte gegen 22.50 Uhr zu einem Wohn- und Geschäftsgebäude an der Wichlinghauser Straße gerufen worden. Dort war aus bisher ungeklärten Ursachen ein Feuer im Keller entstanden. Durch die große Hitze seien Fenster in den Geschäftsräumen geborsten. Die Feuerwehr rettete eine Person aus dem Gebäude, verletzt worden ist niemand. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. In der Spitze waren allein an dieser Einsatzstelle rund 65 Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr, Freiwilliger Feuerwehr und Rettungsdienst vor Ort. Der Einsatz war nach rund drei Stunden beendet.

Kurz vor Mitternacht (22.57 Uhr) hat es in einem Mehrfamilienhaus an der Gewerbeschulstraße gebrannt. Laut Polizei sei ein entzündeter Böller in die Wohnung geraten. Die Couch wurde demnach in Mitleidenschaft gezogen. Die Wohnung selbst sei zu dem Zeitpunkt leer gewesen, es wurde niemand verletzt.

Mehrfach ist die Polizei gerufen worden, nachdem Menschen mutmaßlich illegale Böller (sogenannt „Polenböller“ zündeten, die aufgrund der hohen Sprengkraft besonders viel Lärm verursachen. Dennoch habe es keine besonderen Feststellungen in der Hinsicht gegeben, es seien keine großen Mengen dieser Böller festgestellt worden.

In diesem Jahr sei es auch nicht zu Angriffen auf Einsatzkräfte gekommen, wie es etwa in vergangenen Jahren immer wieder vorkam.

Im Zeitraum zwischen 19 und 1.45 Uhr kam es laut Feuerwehr im Stadtgebiet zunächst zu 27 Brandeinsätzen. Überwiegend handelte es sich hierbei um Kleinbrände. Es wurden außerdem 42 Einsätze im Rettungsdienst bewältigt. In mindestens einem Fall führte der Gebrauch von Feuerwerk zu derart schweren Verletzungen, dass der Transport in eine Spezialklinik erforderlich war.

Um 2.20 Uhr ereignete sich ein weiteren größeren Brand in einem Wohngebäude. An einem Hochhaus im Mastweg, stand im siebten Obergeschoss ein Balkon in Flammen. Durch die Hitze platzten die Fensterscheiben zu einer Wohnung. Diese wurde durch das Feuer und den Rauch in Mitleidenschaft gezogen. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen. Es gab keine Verletzten. Die Wohnung bleibt allerdings unbewohnbar.

Um 7 Uhr am Donnerstagmorgen, 1. Januar, konnte eine Einsatzbilanz gezogen werden: Die Feuerwehr Wuppertal rückte zu 38 Brandeinsätzen aus. Die meisten Brände waren kleinere Entstehungs- oder Müllbrände. Eine weitere Ausbreitung konnte durch die Feuerwehr verhindert werden.

In sieben Fällen waren Brände in Wohnungen oder Gebäuden zu bekämpfen. Es wurden keine Personen verletzt. Einige Bewohner konnten jedoch nicht in ihre Wohnungen zurück und mussten durch die Stadt, oder bei Bekannten untergebracht werden. Ebenso rückte die Feuerwehr zu 27 Hilfeleistungseinsätzen aus. Im Rettungsdienst kam es zu 172 Einsätzen.

Viele Rettungsdiensteinsätze standen im direkten Zusammenhang zu den Silvester-Feierlichkeiten. Bei drei Einsätzen gerieten Feuerwehr und Rettungsdienst unter den Beschuss von Pyrotechnik. Rettungskräfte wurden glücklicherweise nicht verletzt.

Insgesamt war Silvester mit 237 Einsätzen ein ereignisreicher Tag für die Feuerwehr und den Rettungsdienst der Stadt Wuppertal. Die Berufsfeuerwehr wurde durch viele ehrenamtliche Helfer der Freiwilligen Feuerwehren und der Hilfsorganisationen unterstützt.