Bis in die frühen Morgenstunden wurden weitere Sachbeschädigungen gemeldet, darunter beschädigte Bushaltestellen, Briefkästen und ein Brand mehrerer Mülltonnen./GCN

Garbsen – Sachbeschädigungen und Containerbrände – Polizei zieht vorläufige Silvesterbilanz für Garbsen.

In der Silvesternacht 2025/2026 hat die Polizeiinspektion Garbsen eine erhöhte Einsatzlage verzeichnet. Zwar blieben Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten unverletzt, dennoch kam es im Stadtgebiet von Garbsen zu zahlreichen Sachbeschädigungen und mehreren Bränden.

Die Polizei war rund um den Jahreswechsel mit verstärkten Kräften im Einsatz. Neben uniformierten und zivilen Beamten unterstützten auch Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei. Ein besonderer Fokus lag – wie in den Vorjahren – auf den Stadtteilen Auf der Horst und Berenbostel. Einsatzleiter, Erster Polizeihauptkommissar Christian Ebeling, zeigte sich insgesamt zufrieden mit dem Verlauf: Die Polizei sei präsent gewesen und habe konsequent eingegriffen, zudem habe die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr reibungslos funktioniert

Bereits am frühen Abend kam es zu ersten Einsätzen. Mehrere Müll- und Altpapiercontainer gerieten in Brand, unter anderem in Garbsen-Mitte, Alt Garbsen und Auf der Horst. Zudem wurden Bushaltestellen entglast, ein Briefkasten gesprengt und weitere Sachbeschädigungen durch Feuerwerkskörper festgestellt. Gegen einen 15-Jährigen leitete die Polizei ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein, nachdem er verbotene beziehungsweise nicht altersgerechte Pyrotechnik mit sich führte

In Berenbostel blieb es bis Mitternacht vergleichsweise ruhig. Dort registrierten die Beamten lediglich eine Sachbeschädigung an Balkonmöbeln. Allerdings mussten mehrfach Müllcontainer und Tannenbäume von der Fahrbahn geräumt werden, die Unbekannte auf die Straße gezogen hatten

Nach Mitternacht entspannte sich die Lage etwas, dennoch kam es weiterhin zu Vorfällen: Zwei Autos mit zerstörten Heckscheiben, der Einsatz einer Schreckschusswaffe durch einen 28-Jährigen sowie ein weiterer Containerbrand, bei dem ein Zeuge mit Pfefferspray angegriffen wurde. Zusätzlich warfen Unbekannte einen Feuerwerkskörper in das Gebäude des Johannes-Kepler-Gymnasiums, nachdem zuvor eine Scheibe eingeschlagen worden war

Bis in die frühen Morgenstunden wurden weitere Sachbeschädigungen gemeldet, darunter beschädigte Bushaltestellen, Briefkästen und ein Brand mehrerer Mülltonnen. Trotz der Vielzahl an Straftaten zog Einsatzleiter Ebeling ein wichtiges positives Fazit. Es habe keine Angriffe auf Einsatzkräfte gegeben – ein Ergebnis des professionellen Vorgehens und des guten Zusammenspiels aller beteiligten Organisationen.

GCN/bs