Er gilt als Entwickler und für viele Ex-Profis auch als Karriere-Turbo. Erfurts Trainer Fabian Gerber (46) hat in seiner vierjährigen Amtszeit beim FC Rot-Weiß schon viele Fußballer strahlen lassen. Doch nicht alle schafften es danach, weiter nach oben zu kommen.

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Gerber sagt ehrlich: „Einigen hätte es auch gutgetan, noch ein Jahr länger bei RWE zu bleiben.“ Doch wie ist die Bilanz wirklich? BILD erklärt, was aus einigen prägenden RWE-Spielern geworden ist.

Romain Gall (30) hatte mal einen Marktwert von 1,5 Mio. Euro. Er kam 2023 für ein Jahr nach Erfurt – und wurde gleich zu Beginn im Hotelzimmer beklaut. Uhren und Luxus-Sneaker waren weg. Das Glück ging auch flöten – seit anderthalb Jahren ist er vereinslos.

Aaron Manu (26) spielt endlich wieder, allerdings nur Regionalliga West in Steinbach. Bei seinem Abgang im Sommer 2023 zu Rot-Weiss Essen galt er noch als heiße Aktie in der 3. Liga. Dort wurde er aber nur einmal eingesetzt.

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Osayamen Osawe (32) kam nach Stationen beim Halleschen FC, 1. FC Kaiserslautern und dem FC Ingolstadt vier Monate nach Erfurt. Heute ist von den 750.000 Euro Marktwert nichts mehr übrig und seine Karriere beendet.

Nationalspieler Elva spielt jetzt in Kanada

Canigga Elva (29) wollte nach seinem Jahr in Erfurt mehr. Gerber machte ihn zum Nationalspieler von St. Lucia. Trotzdem wollte das ehemalige Juwel wechseln. Nach sieben Monaten Arbeitslosigkeit spielt er jetzt in der 1. Kanadischen Liga bei Cavalry FC.

Allerdings gab es auch einige Spieler, die Erfurt als Sprungbrett für eine ordentliche Profi-Karriere nutzten.

Gerbers bester Griff dürfte Sidny Lopes Cabral (23) sein. Der kam einst aus der U21 von Helsingborg (Schweden), biss sich von Erfurt über Viktoria Köln bis in die erste Liga Portugals zu Estrela Amadora durch. Dort hat er schon fünf Treffer erzielt und seinen Marktwert auf 2 Mio. Euro gesteigert.

Nkoa hat es in die 2. Liga geschafft

Patrick Nkoa (26) brachte RWE 2023 eine stattliche Ablöse von 125.000 Euro, als er nach Rostock ging. Dort wurde er fast nur in der zweiten Mannschaft eingesetzt. Der Innenverteidiger (Marktwert: 500.000 Euro) fing sich aber wieder und schaffte es über die Station Aachen zu Eintracht Braunschweig in die zweite Liga.

Maxime Awoudja (27) galt als sensibel und verletzungsanfällig. Gerber machte ihn dennoch zum unverzichtbaren Boss in der RWE-Abwehr. Awoudja zahlte das Vertrauen zurück und mit Vertragsverlängerung zurück.

Erik Weinhauer (24) hatte es in Erfurt schwer, wechselte 2024 nach Jena und zündete da so richtig. Seine Zeit nach dem Wechsel zu Erzgebirge Aue (3. Liga) ist durchwachsen. Mehr als ein Tor und 365 Minuten im Abstiegskampf waren noch nicht für ihn drin.

Hajrulla kam wegen 50 Euro mehr

Romario Hajrulla (27) kam einst wegen 50 Euro mehr Gehalt von Erzrivale Jena nach Erfurt. Gerber entwickelte den sensiblen Angreifer, der revanchierte sich später mit einem Abgang zu Drittligist Energie Cottbus. Dort schaffte er den Durchbruch nicht. Inzwischen kickt er wieder am Steigerwald.

Robin Fabinski (22) kämpfte zwei Jahre für RWE. Aus Fulda gekommen, setzte Gerber voll auf den Verteidiger. Der wurde Leistungsträger und ging nach Osnabrück. Dort ist Fabinski auch in Liga drei gesetzt.

Obed Ugondu (23) holte Gerber wie einst Nkoa aus der 6. Liga (Rielasingen). Der Stürmer machte in 17 Spielen 10 Tore – und machte viele Klubs auf sich aufmerksam. Er könnte dem Klub im Winter noch eine ordentliche Ablöse bringen..