Silvester in Frankfurt

Sanitäter verletzt: Gruppe attackiert Rettungswagen

01.01.2026 – 14:57 UhrLesedauer: 2 Min.

urn:newsml:dpa.com:20090101:260101-911-001379Vergrößern des Bildes

Sanitäter an Silvester in Frankfurt: In der Nacht gab es zwei Übergriffe gegenüber Krankenwagen. (Quelle: Helmut Fricke/dpa)

Die Polizei berichtet zunächst von einem für Frankfurt verhältnismäßig ruhigen Verlauf der Silvesternacht. Dennoch kommt es zu einem Angriff auf einen Rettungswagen.

Bei einem Angriff auf einen Rettungswagen ist in der Silvesternacht in Frankfurt ein Sanitäter verletzt worden. In der Innenstadt wurde ein Fahrzeug des Deutschen Roten Kreuzes von einer größeren Personengruppe blockiert, beschädigt und mit Feuerwerkskörpern beschossen, wie die Polizei mitteilte. Ein Sanitäter wurde dabei verletzt.

Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Vorfall gegen Mitternacht in der Fahrgasse. Demnach hielten mehrere Menschen den Rettungswagen während einer Einsatzfahrt an, schlugen und traten gegen das Fahrzeug und rissen Teile ab. Als ein Mitarbeiter des Rettungsdienstes ausstieg, sei er aus der Gruppe heraus von einem Mann in den Rücken getreten worden. Danach sei er mit dem Kopf gegen den Wagen geprallt und zu Boden gestürzt. Er erlitt eine Rückenverletzung.

Beim Aufstehen habe er nach eigenen Angaben eine männliche Person bemerkt, die vor ihm mit einem Messer hantierte. Direkt bedroht worden sei er dabei aber nicht.

Anschließend habe sich die Personengruppe gewaltsam Zugang zum Behandlungsraum des Rettungswagens verschafft und dort eine bewusstlose Frau auf die Trage gelegt. Das beschädigte Fahrzeug sei daraufhin mit der Patientin in ein Krankenhaus gefahren. Während der Fahrt sei der Rettungswagen erneut mit Pyrotechnik beschossen worden. Die Ermittlungen dauern an.

Insgesamt spricht die Frankfurter Polizei von einem für die Stadt „relativ ruhigen“ Jahreswechsel. Mehr als 700 Beamtinnen und Beamte waren im Einsatz. Bis zum Morgen kontrollierte die Polizei rund 700 Personen, erteilte etwa 200 Platzverweise und nahm 73 Menschen vorläufig fest. Insgesamt seien 11 Polizisten bei Festnahmen oder nach Beschuss mit Pyrotechnik verletzt worden. Acht Beamte konnten ihren Dienst nicht mehr fortsetzen. Die Feuerwehr verzeichnete 555 Einsätze.

Zu einem weiteren Vorfall kam es im Stadtteil Preungesheim. Dort wurde in der Jaspertstraße ein Krankenwagen durch eine Straßenblockade an der Weiterfahrt gehindert. Die Polizei rückte mit einem gepanzerten Räumfahrzeug an, um die Straße freizumachen. Vor Ort wurden die Personalien mehrerer Jugendlicher festgestellt. Ob sie für die Blockade verantwortlich waren, ist noch unklar.