DruckenTeilen
An einigen Münchner Wertstoffinseln häuft sich der Müll nahezu ins Unermessliche. Nun möchte der Laimer BA den Müllsündern den Kampf ansagen.
Laim – Jeder kennt das: Wo ein Sperrmüll- oder Schrottteil achtlos an einer Containerinsel abgelegt wurde, kommt rasch weiterer Unrat dazu. Stellenweise scheinen Stadt und Entsorgungsbetriebe beim Versuch einer Lösung komplett überfordert zu sein. Unzählige Beschwerden belegen das, zuletzt unter anderem bei der jüngsten Bürgerversammlung in Laim. Die Fraktionen der Grünen und der SPD im örtlichen Viertelgremium legen nun für die kommende BA-Sitzung am Donnerstag, 15. Januar, jeweils Antragspakete vor: um den illegalen Müll loszuwerden und es künftig erst gar nicht soweit kommen zu lassen.
Laimer Lokalpolitiker wollen illegalen Müllablagerungen an Wertstoffinseln den Kampf ansagen. © Daniela BorsutzkyBA Laim gegen Ablagerungen an Wertstoffinseln: Wie die Gelben Tonnen beim Problem helfen können
Die SPD fordert Sofortmaßnahmen: Stark frequentierte und besonders müllbelastete Standorte sollen viel häufiger geleert und gereinigt werden. Auch von mehr ordnungsrechtlichen Kontrollen durch das KVR sowie der „konsequenten Verfolgung und Ahndung illegaler Müllentsorgung als Ordnungswidrigkeit“ erhofft sich Sprecher Carsten Kaufmann einen positiven Effekt.
Bauliche oder gestalterische Verbesserungen wie optimierte Einsehbarkeit, Beleuchtung oder auch die Verlagerung einzelner Problemstandorte stehen ebenfalls auf der Forderungsliste. Zudem Infos und Hinweise sowohl auf Strafen als auch auf legale Entsorgungsangebote.
Highlights der Isar-Metropole: Münchens bekannteste Sehenswürdigkeiten und ihre Vorzüge
Fotostrecke ansehen
Die Grünen streben „ein umfassendes und nachhaltiges Konzept zur Reduzierung der Vermüllung an Wertstoffinseln“ an. Die passende Gelegenheit dazu biete die geplante Einführung der Gelben Tonne ab 2027 in München, meint Sprecher Martin Beier. Daraus ergäben sich „neue Möglichkeiten, die Entsorgungsstrukturen effizienter zu gestalten“. Unter anderem beantragen die Grünen, dass die Stadt, die Abfallwirtschaftsbetriebe und die Dualen Systeme analysieren, warum manche Standorte extrem und andere kaum vermüllt seien. Auf dieser Basis soll erarbeitet werden, wie es künftig besser laufen kann.
Der BA Laim befasst sich am 15. Januar ab 19.30 Uhr in der Schulmensa, Schrobenhausener Straße 17, mit den Anträgen.
Mit dem Hallo München-Newsletter täglich zum Feierabend oder mit der neuen „Hallo München“-App immer aktuell über die wichtigsten Geschichten aus der Isar-Metropole informiert