
Ryan Searle hat seinen Siegeszug bei der Darts-WM in London fortgesetzt. Auch gegen Jonny Clayton präsentierte sich der Bezwinger von Deutschlands Nummer eins Martin Schindler am Donnerstag souverän und gewann mit 5:2 nach Sätzen.
„Heavy Metal“ Searle musste damit zwar seine ersten Satzverluste im Turnier hinnehmen, doch das dürfte Searle angesichts des Halbfinal-Einzugs verschmerzen können. Das beste WM-Ergebnis des Engländers war bisher das Achtelfinale gewesen, das er jeweils in den Jahren 2019, 2021 und 2022 erreicht hatte. In der dritten Runde des laufenden Turnieres hatte Searle Martin Schindler aus Deutschland klar mit 4:0 ausgeschaltet.
Im Halbfinale trifft Searle auf den Sieger des Duells zwischen WM-Favorit Luke Littler (England) und dem Polen Krzysztof Ratajski, das am Abend noch ausgespielt wird.
Starkes Scoring – aber nur Searle trifft die Doppel
Schon im ersten Satz hatten sowohl Searle als auch Clayton ein extrem hohes Niveau gezeigt. Beide spielten Drei-Darts-Averages von über 100, weil Searle aber wie schon im gesamten Turnierverlauf extrem stark auf die Doppel traf, sicherte er sich Satz eins mit 3:1.
Während Searle sein Spiel konstant auf gutem Niveau hielt, setzte sich bei Clayton das Problem aus dem ersten Satz fort: Die Doppelquote blieb schwach. Während der Waliser also mit verpassten Chancen haderte, blieb Searle gewohnt cool und schnappte sich auch den zweiten Durchgang souverän.
Entnervter Clayton holt sich vierten Satz
Der Verlauf des Matches entnervte Clayton, immerhin an Position fünf gesetzt, sichtlich. Der Waliser konnte sein starkes Scoring aus der Anfangsphase nicht halten und hatte weiterhin riesige Probleme mit dem Checkout. Searle hingegen spielte ruhig seinen Stiefel runter und holte sich mit 3:1 nach Legs auch den dritten Satz.
Clayton war nun gefordert, stand beim Stand von 0:3 mit dem Rücken zur Wand. Und jetzt wehrte sich „The Ferret“ erfolgreich: Clayton breakte gleich zwei Anwurf-Legs von Searle und sicherte sich so seinen ersten Satz – gleichbedeutend mit dem ersten Satzverlust Searles im gesamten Turnierverlauf.
Das Comeback gelingt nicht: Clayton beim Duell mit Searle
Searle stolpert kurz, fällt aber nicht
Im Vergleich zum spektakulären ersten Satz verflachte das Niveau nun, beide kamen längst nicht mehr an den 100er-Average heran. Auch Clayton scorte nun nicht mehr so beständig, sodass Searle im Spiel blieb, obwohl auch sein Scoring alles andere als auf Topniveau war. Auf seine Doppelquote konnte sich der Engländer allerdings weiterhin verlassen, was ihm letztlich den entscheidenden Vorteil zum Satzgewinn verschaffte.
Clayton kam zwar noch einmal auf 2:4 nach Sätzen heran, doch Searle war nicht zu stoppen. Der 38-Jährige spielte einen überragenden siebten Satz: Neben weiterhin konstant gutem Finishing steigerte „Heavy Metal“ auch sein Scoring wieder, sodass Clayton nicht einmal in die Nähe des Satzgewinns kommen konnte.