Die Fähre "Berlin" der Reederei Scandlines läuft in den Seehafen Rostock ein. Quelle: dpa-Bildfunk

AUDIO: Sturm an der Ostsee: Fährverkehr in MV teilweise eingestellt (1 Min)

Stand: 01.01.2026 15:31 Uhr

Das stürmische Wetter am Neujahrstag hat Auswirkungen unter anderem auf den Fährverkehr in Mecklenburg-Vorpommern. Teilweise wurden Verbindungen auf der Ostsee gestrichen. Auf Hiddensee können Urlauber die Insel nicht verlassen. Zinnowitz verzichtet wegen des Wetters auf das Feuerwerk.

An der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern geht es am ersten Tag des neuen Jahres stürmisch zu. Deshalb wurde der Fährverkehr an der Küste teilweise eingestellt. Die Reederei Scandlines stoppte ihre Fähren zwischen Rostock und Gedser in Dänemark vorübergehend. Der Betrieb zwischen Gedser und Rostock soll voraussichtlich am 2. Januar ab 6 Uhr in Rostock und ab 6.45 Uhr in Gedser wieder aufgenommen werden. Passagiere werden gebeten, über die Route Puttgarden-Rødby auszuweichen.

Fähren auf Rügen fallen aus

Die Weiße Flotte auf der Insel Rügen muss ebenfalls am Neujahrstag ihren Fährverkehr einstellen. Grund sind laut einer Sprecherin die akutellen Windverhältnisse und die Wasserstandsvorhersagen. Die Wittower Fähre kann deshalb ihren Dienst nicht aufnehmen. Auch der Fährverkehr von und zur Insel Hiddensee (Landkreis Vorpommern-Rügen) wird vollständig eingestellt. Das betrifft auch das Wassertaxi. Ab Kloster auf der Insel Hiddensee soll voraussichtlich Freitagmorgen um 6.50 Uhr die erste Fähre wieder nach Schaprode auf Rügen fahren.

Urlaub sitzen auf Hiddensee fest

Urlauber, die heute nicht abreisen konnten, hätten den Ausfall der Fähren weitgehend entspannt gesehen. Wer auf einer Insel Urlaub mache, müsse damit rechnen, gerade im Winter, sagte Hiddensees Bürgermeister, Thomas Gens. Die Insel war mit 2.500 Urlaubern und rund 500 privaten Gästen, die bei ihren Familien feierten, über den Jahreswechsel ausgebucht.

Kein Feuerwerk in Zinnowitz

In Zinnowitz auf Usedom muss das traditionelle Feuerwerk am Abend aus Sicherheitsgründen ausfallen, so eine Sprecherin der Kurverwaltung. Die Urlauber hätten zwar mit Enttäuschung, aber auch mit Verständnis auf die Absage reagiert, heißt es. In Warnemünde soll das 26. Turmleuchten mit Tausenden Besuchern wie geplant stattfinden.

Warnung vor Sturm

Die Behörden haben Sturmwarnungen für die deutsche Ostseeküste herausgegeben. Demnach muss östlich von Fehmarn bis östlich von Rügen mit Böen der Stärke zehn gerechnet werden.

Große Wellen bei einer Sturmflut im Hafen von Dagebüll.

Das Hochwasser soll deutlich höher ausfallen als normal. Wegen des Sturmes ist zudem der Fährverkehr in Nord- und Ostsee eingeschränkt.

Auf tagesschau.de finden Sie die aktuelle Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes.