Auf einmal Rentnerin – Klarinettistin Sabine Meyer hört auf
Donnerstag, 01. Januar 2026, 17:00
bis
18:00 Uhr

Einmalige Karriere
Und dann war Schluss. Nach beinahe einem halben Jahrhundert auf den Bühnen der Welt hat die weltweit gefeierte deutsche Klarinettistin Sabine Meyer Mitte Dezember ihre großartige Karriere beendet. Berühmt wurde sie durch einen Skandal. Herbert von Karajan wollte sie zu „seinen“ Berliner Philharmonikern holen, doch das Orchester wollte selbst bestimmen. Es krachte kurz, aber kräftig – und Sabine Meyer startete kurz darauf ihre beispiellose Solokarriere. Als Solistin spielte sie mit über 300 Orchestern weltweit.
Vielseitig unterwegs
Sabine Meyer ist bekannt für ihre vielseitigen Interpretationen von Klassik bis zu Zeitgenössischem und ist auch immer wieder mit nicht-klassischem Repertoire aufgetreten. Sie spielte als Solistin, war aber stets auch mit Kammermusikpartnern unterwegs. Mit verschiedenen Streichquartetten, mit ihrem „Bläserensemble Sabine Meyer“, dem Trio di Clarone, bestehend aus ihr, ihrem Bruder Wolfgang Meyer und ihrem Mann, Reiner Wehle. Und sie hatte im Alliage Quintett feste und enge musikalische Partner.
Ausgezeichnete Professorin lange an der Musikhochschule Lübeck
Lange unterrichtete Meyer an der Musikhochschule Lübeck, wo sie sich eine Professur mit ihrem Mann, Reiner Wehle, teilte. Bis heute gibt sie Meisterkurse. Sabine Meyer erhielt zahlreiche Auszeichnungen wie den ECHO Klassik und zahlreiche weitere Preise. Im Dezember 2025 beendete sie ihre aktive Karriere mit einem letzten Konzert in Bern.
Eine Sendung von Ludwig Hartmann

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