„Mit meiner Leistung und meinen tollen Zeiten bin ich wahnsinnig zufrieden. Ich kann mir vorstellen, dass jeder Schwimmer in Polen begeistert war über Organisation und Schwimmbad. Dazu habe ich viele neue Bekanntschaften geschlossen“, sagt Andrzejczak auf seiner Facebook-Seite.

Die EM in Polen verzeichnete bereits im Vorfeld große Resonanz und so viele Teilnehmende wie nie zuvor. Für die Masters-EM, die unmittelbar an die Kurzbahn-Europameisterschaften anschloss, meldeten sich rund 1400 Schwimmer, insgesamt gab es rund 4700 Starts. Damit erreichte das Event deutlich mehr Sportler als noch die erste Kurzbahn-EM vor zwei Jahren auf Madeira.

Für Andrzejczak war die EM aufgrund seiner polnischen Herkunft ein besonderes Event. Bereits zum Auftakt der EM schwamm Andrzejczak über 100 Meter Lagen in 1:07,43 Minuten zur Silbermedaille. Einen Tag später folgte dann die Goldmedaille über 25 Meter Schmetterling in einer Zeit von 27,87 Sekunden. Über 50 Meter Freistil sicherte er sich in 25,47 Sekunden seinen zweiten Europameistertitel. Den starken Abschluss bildete ein weiterer Podestplatz über 100 Meter Freistil, bei dem er erneut Silber gewann.

Andrzejczak trainiert erst seit einem halben Jahr bei der SG Mönchengladbach. „Darius hat sich bei uns in dieser Zeit enorm entwickelt und deutlich verbessert, wie die Trainingswerte bei ihm eindrucksvoll zeigten“, sagt sein Trainer Ralf Lammering. Andrzejczak fährt zudem zweigleisig: Im Vorjahr wurde er zweimal Welt- und einmal Vizeweltmeister der Rettungsschwimmer in Australien für die DLRG-Ortsgruppe Bedburg.