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Ein US-Wettermodell zeigt Schneesignale für Silvester. Doch es entscheidet sich kurzfristig. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Kassel – Die vorliegende Schneehöhenkarte des US-Wettermodells GFS zeigt für den Silvesterabend ein bemerkenswertes Szenario: Große Teile Deutschlands liegen demnach unter einer mehr oder weniger geschlossenen Schneedecke. Besonders auffällig ist ein breites Band von der Mitte bis in den Osten und Südosten, wo verbreitet mehrere Zentimeter Schnee berechnet werden, lokal auch zweistellig.

Die Schneehöhen am 31. Dezember 2025.Halb Deutschland an Silvester unter Schnee? Das berechnet zumindest aktuell das GFS-Wettermodell. © www.wetterzentrale.de

Ursache ist eine Tiefdruckzone, die feuchte Luft nach Mitteleuropa führt, während von Norden und Osten her kältere Luft einsickert. Entscheidend ist dabei der Temperaturverlauf in den unteren Luftschichten, denn laut Modell sollen die Niederschläge teils bis in tiefe Lagen als Schnee fallen. Das wäre für Ende Dezember zwar nicht außergewöhnlich, in dieser räumlichen Ausdehnung aber durchaus beachtlich. Westdeutschland bleibt in der Simulation eher randlich betroffen, während Mittelgebirge und Alpen ohnehin gute Chancen auf winterliche Bedingungen haben.

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Wetter-Risiken zum Jahreswechsel

Sollte sich dieses Szenario annähernd bewahrheiten, wäre an Silvester verbreitet mit Rutschgefahr zu rechnen. Nasser Schnee, Schneematsch und überfrierende Nässe könnten vor allem in den Abendstunden problematisch werden. Lokal sind Verkehrsbehinderungen möglich, etwa durch stockenden Verkehr, Unfälle oder winterliche Straßenverhältnisse auf Nebenrouten. Auch Feuerwerksvorbereitungen könnten durch Schnee und Glätte erschwert werden. Wichtig ist jedoch der Hinweis, dass es sich um eine Modellrechnung handelt, die noch deutlichen Schwankungen unterliegt. Schon kleine Änderungen bei Temperatur oder Niederschlagsintensität entscheiden darüber, ob Regen, Schneeregen oder Schnee fällt.

Tornados, Wüstenstürme, Zyklone: Wetterphänomene, die Sie kennen solltenPolarlichter, auch als Aurora Borealis (Nordlicht) oder Aurora Australis (Südlicht) im Bundesstaat New York.Fotostrecke ansehenWetter in Deutschland: Die große Kaltluftfrage

Der Knackpunkt bleibt die Frage, ob sich die Kaltluft nachhaltig etablieren kann oder ob sie nur kurzzeitig vorbeischaut. Gelingt es der Kaltluft, sich zu stabilisieren, könnte der Winter tatsächlich mit Macht auftreten und auch über Silvester hinaus präsent bleiben. Setzt sich dagegen mildere Luft von Westen durch, wäre das Schneesignal schnell Geschichte, möglicherweise nur eine Ein- oder Zweitagsfliege. Genau diese Unsicherheit macht die Lage derzeit so spannend. Die Details sind offen, und erst kurzfristige Modellläufe werden zeigen, ob Deutschland wirklich mit einem winterlichen Jahreswechsel rechnen muss oder ob der Schnee vielerorts wieder wegtaut. Für Januar zeigt ein Klima-Modell ein massives Problem.