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Der Jahreswechsel bringt Schnee, Gewitter und Frost. Die Wetterlage weckt Erinnerungen an längst vergessene Winter. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
München – Zum Jahreswechsel strömt extrem kalte Arktikluft nach Mitteleuropa und trifft auf feuchte Luftmassen, die eine flächige Schneelage ermöglichen. Prognosen zeigen, dass rund 90 Prozent Deutschlands in den kommenden Tagen Schnee sehen werden. Besonders in Mittelgebirgen und höheren Lagen bleibt er oft liegen, teils schon ab 200 Metern. Darunter kann der Schnee ebenfalls kurzzeitig liegen bleiben, taut tagsüber jedoch bei leichten Plusgraden wieder an.
Die Schneehöhen am Freitag (2. Januar) laut dem neusten Lauf des ECMWF-Modells. © METEORED/www.daswetter.com
Die großräumige Wetterlage begünstigt eine dynamische Entwicklung mit raschen Intensivierungen der Niederschläge. Begleitet wird der Vorstoß von kräftigen Tiefs, die die Schneefallgrenze schwanken lassen und regional binnen Stunden winterliche Verhältnisse herstellen, auch in sonst schneearmen Regionen des Landes zeitweise überraschend deutlich spürbar.
Wetter zum Jahreswechsel liefert Gewitter, Glätte und strenger Frost
Mit dem Schnee kommen teils kräftige Wintergewitter, die für kurze, aber intensive Phasen mit Starkschneefall sorgen können. Blitz, Donner und stürmische Böen sind selbst mitten im Schneetreiben möglich. Verkehr und Infrastruktur geraten dadurch schnell unter Druck, vor allem wenn glatte Straßen und schlechte Sicht zusammenfallen.
Meteorologen warnen zudem vor markanten Nachtfrösten, bei denen die Temperaturen verbreitet unter minus zehn Grad sinken können. In klaren Nächten verstärkt die frische Schneedecke die Abkühlung zusätzlich. Besonders betroffen sind Senken und ländliche Regionen, wo kalte Luft länger stehen bleibt und lokale Kältepole entstehen, die Heizbedarf und Energieverbrauch sprunghaft ansteigen lassen und Vorsicht im Alltag erforderlich machen für viele Menschen.
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Der bevorstehende Wintereinbruch erinnert viele an frühere Jahrzehnte, als weiße Feiertage und strenge Kälte häufiger waren. In dieser Intensität hat Europa ein solches Zusammenspiel aus Schnee, Frost und Gewittern seit rund 15 Jahren kaum erlebt. Für Wintersportgebiete bedeutet das einen frühen Start, für Städte und Gemeinden jedoch hohe Anforderungen an Räumdienste.
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Experten betonen, dass die Lage trotz moderner Modelle schnell kippen kann und regionale Unterschiede groß bleiben. Aufmerksamkeit, Vorbereitung und flexible Planung sind nun entscheidend, um Risiken zu minimieren, Chancen zu nutzen und den außergewöhnlichen Jahreswechsel sicher zu bewältigen, während Wetterbeobachtung und aktuelle Warnungen eine zentrale Rolle spielen und Orientierung geben im ganzen Land jetzt.