Kurz vor null Uhr werden in der Feuerwache Nord alle Einsatzfahrzeuge vor die Tore gefahren. Mit Blaulicht und Martinshorn begrüßt die Feuerwehr das neue Jahr. Neujahrswünsche, Umarmungen, eine Minute später fährt Tanklöschfahrzeug 1 in die Reihe der Autos – die Kollegen sind von einem der Containerbrände in dieser Nacht zurückgekehrt.

Immer wieder wird die Feuerwehr gerufen – 52 Mal rückt sie in Magdeburg aus. Die Kollegen vom Rettungsdienst fahren 111 Einsätze. Größere Ereignisse gibt es nicht – ein Dachstuhlbrand beschäftigte 120 Einsatzkräfte schon am Tag zuvor. Am Hasselbachplatz. „Dachstuhl ist komplett abgebrannt“, berichtet Zugführer Erik Haegebarth. Am späten Nachmittag des 30. Dezember begannen die Löscharbeiten. Morgens um 7 Uhr, als die zweite Wachabteilung die erste ablöst, übernimmt sie die Brandstelle und kann am Mittag melden: „Feuer aus!“

Großbrand in Magdeburg ohne Verletzte

Das Haus ist evakuiert, der Schaden wird mit 1,5 Millionen Euro beziffert. Als die Feuerwehrleute in der Nacht den Brandort nochmals besichtigen, ist die Ursache noch unklar. „Für uns ist immer wichtig, dass keine Menschen zu Schaden kommen“, berichtet Erik Haegebarth. „Wir haben dann aus einer Wohnung noch eine Katze gerettet.“ Die Mieterin hatte sich völlig aufgelöst an die Einsatzkräfte gewandt, die dann erfolgreich nach dem Tier suchten.