Hamburg führt ein vergünstigtes Deutschlandticket für alle ab 67 Jahren ein. Wie viel Zuschuss die Stadt zahlt und wer profitiert.
Vergünstigtes Deutschlandticket für Senioren startet im Mai
Hamburgerinnen und Hamburger ab 67 Jahren können ab Mai ein vergünstigtes Deutschlandticket kaufen. Statt 63 Euro zahlen sie nur 49 Euro im Monat. Die Vergünstigung gilt ausschließlich für Menschen mit Wohnsitz in Hamburg. Die Stadt unterstützt das Angebot, um älteren Menschen günstigere Mobilität zu ermöglichen.
Senioren profitieren von bundesweiter Nutzung im Nahverkehr
Mit dem Deutschlandticket fahren Senioren im gesamten Nahverkehr in Deutschland. Fernverkehrszüge sind davon ausgenommen. Der reguläre Preis ist seit Januar gestiegen und liegt aktuell bei 58 Euro, 2026 dann bei 63 Euro. Durch die Vergünstigung bleibt das Ticket für ältere Menschen weiterhin erschwinglich.
Zuschuss der Stadt sorgt für mehr Entlastung
Hamburg investiert jedes Jahr rund 200 Millionen Euro in Ticket‑Zuschüsse. Von Mai bis Dezember fließen sechs Millionen Euro allein in das vergünstigte Deutschlandticket für Senioren. Zusätzlich unterstützt die Stadt bereits Schüler, Auszubildende, Studierende sowie städtische Beschäftigte ab April 2026 mit Sonderkonditionen.
Diskussion um Preis und soziale Wirkung der Vergünstigung
Während die Stadt das Angebot als sozialen Fortschritt bewertet, geht einigen die Entlastung nicht weit genug. Kritiker fordern für Senioren einen Preis von 29 Euro, um Altersarmut stärker zu berücksichtigen. Andere bemängeln, dass der Rabatt unabhängig vom Einkommen gilt und dadurch nicht zielgenau sei. (dpa/meb)