Der Philharmonia Chor aus Stuttgart hatte sich auf Einladung des Kulturkreises Jestetten mit der Deutschen Bahn auf den Weg nach Jestetten gemacht – ein abenteuerliches Unterfangen. Nach der dadurch verkürzten Verständigungsprobe erlebte das sehr zahlreich erschiene Publikum in der Kirche St. Benedikt dennoch ein grandioses Konzert. Der von Johannes Knecht geleitete Chor bestach durch einen außergewöhnlich harmonischen Klang und eine beeindruckende Homogenität der einzelnen Stimmgruppen.

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Der Philharmonia Chor Stuttgart, unter der Leitung von Johannes Knecht, in der Kirche St. Benedikt in Jestetten, rechts an der Truhenorgel Ernst Raffelsberger, Vorsitzender des Kulturkreises.
Foto: Rotraud Opfermann
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Der Philharmonia Chor Stuttgart, unter der Leitung von Johannes Knecht, in der Kirche St. Benedikt in Jestetten, rechts an der Truhenorgel Ernst Raffelsberger, Vorsitzender des Kulturkreises.
Foto: Rotraud Opfermann
Den Rahmen für das Programm bildete die deutsche Liturgie für Doppelchor a cappella von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Am Anfang stand das „Ehre sei dem Vater – Kyrie“, das Konzert beendete das „Heilig – Ehre sei dem Vater“.
Einfühlsame Gestaltung
Bei der Choralkantate über „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ von Michael Praetorius begleitete Ernst Raffelsberger an der Truhenorgel im Altarraum. In Antonin Tuapskýs „The seven sorrows“ beeindruckten die Geigerin Henrike Sommer und der Chor mit ihrer einfühlsamen Gestaltung.
Die von Edward Elgar komponierten Marienlieder für Chor und Orgel begleitete Raffelsberger von der Empore aus an der großen Kirchenorgel. Es folgte ein Solo, Aske für Violine von Stale Kleibert, ein Werk inspiriert durch Edvard Munchs Bildmotiv „Asche“.
Großes Können prägt die Zusammenarbeit
Das achtstimmige A-cappella-Stück „The darkling thrush“ von Jonathan Dove, ebenfalls ein zeitgenössischer Komponist, zeigte einmal mehr das fabelhafte Können des Philharmonia Chors. Das ein oder andere „Wow“ war zu vernehmen, eine gigantische Leistung. Es zeigte sich hier, wie auch im restlichen Programm deutlich, dass die Zusammenarbeit zwischen Sängerinnen, Sängern und Dirigent Johannes Knecht durch großes Können, gegenseitigem Vertrauen, Harmonie und Wertschätzung geprägt ist.

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Der Philharmonia Chor Stuttgart, unter der Leitung von Johannes Knecht, wird begleitet von der Violinistin Henrike Sommer.
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Der Philharmonia Chor Stuttgart, unter der Leitung von Johannes Knecht, wird begleitet von der Violinistin Henrike Sommer.
Foto: Rotraud Opfermann
Mit einem kleinen Soloensemble und der basso-continuo-Begleitung an der Truhenorgel wurde eine weitere Choralkantate über „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ von Michael Praetorius überzeugend präsentiert.
Anschließend spielte Henrike Sommer aus der Sonate Nr.1 für Violine solo von Johann Sebastian Bach das Adagio, erneut eine berührende Interpretation.

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Henrike Sommer, die junge Violinistin bestach durch ihr Können und verzauberte das Publikum.
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Henrike Sommer, die junge Violinistin bestach durch ihr Können und verzauberte das Publikum.
Foto: Rotraud Opfermann
Ein weiteres A-capella-Stück folgte mit Jonathan Doves „I am the day“. Dieses Werk beeindruckte durch eine Vielzahl an Klängen und Stimmungsbildern. Mit dem darin vertonten „Soon to be born“ sowie dem Zitat des Adventschorales „Veni Emmanuel“ wurde der Bezug zum Weihnachtsfest unmittelbar erlebbar. Nach dem abschließenden „Heilig – Ehre sei dem Vater“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy erhob sich das Publikum von den Plätzen und applaudierte anhaltend und lautstark.
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