
Die US-Amerikanerin Jessie Diggins führt die Tour de Ski auch nach dem vierten Rennen deutlich an. Die 34-Jährige feierte den Start ins neue Jahr mit dem 30. Weltcup-Erfolg ihrer Karriere und läuft ihrem dritten Tour-Gesamtsieg entgegen. Die Podestplätze hinter ihr schnappten sich die Schwedin Moa Ilar und die Österreicherin Teresa Stadlober. Beste Deutsche war beim Verfolgungsrennen in Toblach Pia Fink auf Rang 12.
Diggins hatte sich zuvor einen Vorsprung von 50 Sekunden in der Gesamtwertung erarbeitet. Da die Gesamt-Zweite Astrid Öyre Slind (NOR) nicht startete, war die Schwedin Moa Ilar mit einem Rückstand von einer Minute erste Verfolgerin.
Einsames Rennen von Diggins
Doch von Verfolgung konnte keine Rede sein. Die US-Amerikanerin zog souverän ihre Runden und vergrößerte den Vorsprung kontinuierlich. Dahinter sortierte sich das Feld neu. Mit Teresa Stadlober machte sich eine Österreicherin zur Topjägerin.
Im DSV-Team zeigte Pia Fink ihre Qualitäten über die Langdistanz. Coletta Rydzek, die sich bei der Premiere des umstrittenen „Heat Mass Starts“-Formats schon von ihrem Podestplatz in der Gesamtwertung verabschiedet hatte, verlor dagegen den Anschluss an die Spitzengruppe. Dafür machten Helen Hoffmann und Katherine Sauerbrey Plätze gut.
Rydzek fällt weit zurück
Den Sieg von Diggins indes konnte keine der Verfolgerinnen auch nur annähernd verhindern. „Ich hab versucht, mein Bestes zu geben“, so Diggins, die sich nach der Saison aus dem Weltcup-Zirkus verabschiedet. Platz zwei ging im Schlusssprint mit 1:35.2 Minuten an Ilar, die noch an Stadlober (+1:35,5) vorbeizog. Fink kam als 12. ins Ziel. Sauerbrey wurde 20., Hoffmann 21. und Rydzek beendete das Rennen als 42. knapp vor Sofie Krehl.
„Ich wollte heute einfach mein Rennen laufen und Kräfte schonen“, so Rydzek. „Es war schon sehr anstrengend.“ Jetzt will sie sich erholen und auf den Sprint in Val di Fiemme vorbereiten. Bundestrainer Peter Schlickenrieder war insgesamt zurfrieden mit seinem Team. Besonders mit Fink, die von Platz 18 auf 12 nach vorne lief.
Umzug nach Val die Fiemme
Nach einem Ruhetag stehen am Samstag und Sonntag zum Abschluss der Tour de Ski auf den Olympia-Loipen in Val di Fiemme ein Sprint und der finale Massenstart zur Alpe Cermis an.
DSV-Team schrumpft weiter
Das deutsche Tour-Team wird unterdessen kleiner: An Silvester war Olympiasiegerin Katharina Hennig Dotzler leicht angeschlagen ausgestiegen. Am Donnerstag traten Anian Sossau-Daubermann und Theresa Fürstenberg im Hinblick auf die weitere Wettkampfplanung nicht an. Als Sprinterin liegt bei Sossau-Daubermann der Fokus auf dem Heimweltcup in Oberhof und den Olympischen Spielen. Fürstenberg will dagegen die Gesamtwertung im Continental-Cup gewinnen.