2025 musste Uwe Larisch aufgrund eines Ellbogenbruchs noch auf einen Start verzichten. In diesem Jahr ist der 59-Jährige vom TuS Rüppurr beim legendären „Polar Night- Marathon“ im norwegischen Tromsø dabei.

Uwe Larisch bei einem der letzten Trainingsläufe Ende November in Titisee.

Uwe Larisch bei einem der letzten Trainingsläufe Ende November in Titisee. Der leidenschaftliche Marathonläufer möchte seiner stattlichen Sammlung nun einen legendären Lauf in Norwegen hinzufügen.

Foto: Uwe Larisch

Er hat sie alle in seiner Laufsammlung: die weltweit sechs großen Marathons (Berlin, London, Tokio, Boston, Chicago und New York) und gehört damit dem exklusiven Kreis der Marathoni an, die mit den Medaillen der „World Marathon Majors“ geehrt wurden.

Doch ein ganz besonderer Lauf fehlt noch im Lauftagebuch des Uwe Larisch, für den Laufen eine Passion ist: Der legendäre „Polar Night-Marathon“ im norwegischen Tromsø. Ein Marathon, rund 350 Kilometer nördlich des Polarkreises.

Was am Polar-Night-Marathon so besonders ist

Während der Polarnacht, wenn die Sonne nicht über den Horizont steigt und die Landschaft nur für ein paar Stunden in ein bläuliches Licht getaucht wird. Die Laufstrecken (es gibt auch einen Fünf- und Zehn-Kilometerlauf sowie einen Halbmarathon) führen durch die Stadt, ihre Außenbezirke und entlang der nordischen Küstenlandschaft.

Mit Kerzen und Fackeln wird die Laufstrecke in eine besondere Atmosphäre getaucht. Und über allem die „Aurora Borealis“, das nördliche Polarlicht.

Warum es für Uwe Larisch im vergangenen Jahr nicht geklappt hat

Schon im vergangenen Jahr wollte der 59-Jährige vom TuS Rüppurr, der Geschäftsführer einer Unternehmensberatung ist, diesen Lauf absolvieren. Der Flug war schon gebucht, als er bei einer seiner letzten Trainingseinheiten ausrutschte, stürzte und sich den Ellbogen brach. Larischs Tromsø-Traum war ausgeträumt. Vorerst.

Denn noch in der Klinik hatte er seinerzeit mit dem Veranstalter in Norwegen telefoniert. „Er hat mir zugesagt, dass er beim Polar Night-Marathon 2026 einen Platz für mich freihält“, sagte er seinerzeit.

Dies war der Fall und jetzt nimmt Larisch am 3. Januar die Laufstrecke, die auf der westlich gelegenen Insel Kvaløya startet, unter die Laufschuhe.

Wie sich Uwe Larisch auf seinen Marathon vorbereitet

Larisch, der die Startnummer 132 trägt, ist gut vorbereitet. Sowohl konditionell, als auch in Sachen Ausrüstung. Allein im Dezember ist er rund 400 Kilometer gelaufen. „Vorwiegend Konditionsläufe und Bergläufe. Mangels Schnee konnte ich leider keine Trainingseinheiten auf Eis und Schnee machen, aber ich habe Spikes für die Laufschuhe dabei, denn einige Stellen auf der Strecke können vereist sein.“

Die Laufkleidung wird nach dem Zwiebelprinzip der Temperatur angepasst. So hat Larisch verschiedene Merino-Unterwäschesets und Laufhosen dabei, um entsprechend der Außentemperatur die Kleidung anzupassen. Diese beträgt in Tromsø zurzeit etwa minus elf Grad und „da läuft man mit einer Gesichtsmaske, um Erfrierungen vorzubeugen“.

Laufgamaschen und spezielle Handschuhe, Lampe und Laufweste mit zusätzlicher Windweste und Hose sind bei Bedarf auch im Gepäck. Und Larisch ist nicht allein.

Ehefrau Annick, selbst eine passionierte Läuferin, ist ebenfalls mit dabei. Auch wenn sie die Kälte eigentlich überhaupt nicht mag, wird sie den Begleitlauf „Mørketidsmila“ über zehn Kilometer absolvieren und freut sich wie Ehemann Uwe auf die anschließende Siegerehrung im Hotel inklusive Polar Night Post-Race Diner Party.

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