Stand: 02.01.2026 09:22 Uhr

Nach einem Tresorraum-Einbruch in einer Sparkasse in Gelsenkirchen (NRW) haben Diebe laut Polizei Beute im Wert von mindestens 30 Millionen Euro gemacht. Für die Flucht nutzten die Täter offenbar einen Fluchtwagen mit Hannover-Kennzeichen – die Kennzeichen wurden nach Angaben der Polizei jedoch gefälscht.

Die Polizei teilte an Silvester mit, dass die Hannover-Kennzeichen des mutmaßlichen Fluchtwagens im Zusammenhang mit dem Sparkassen-Einbruch in Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen) gefälscht worden seien – und korrigierte damit eine frühere Angabe. Zuvor waren die Ermittler davon ausgegangen, dass die Kennzeichen in Hannover gestohlen worden seien. Zeugen hatten nach dem Einbruch mehrere Männer in der Nacht von Samstag auf Sonntag mit großen Taschen im Treppenhaus eines angrenzenden Parkhauses gesehen. Auf einem Video aus dem Parkhaus sei zudem ein schwarzer Wagen zu erkennen, mit dem mehrere Maskierte das Parkhaus verlassen hätten. Die Polizei Hannover verwies auf Nachfrage von NDR Niedersachsen darauf, dass sämtliche Ermittlungen in Gelsenkirchen geführt werden.

Tresorraum-Einbruch einer der größten Coups in der Kriminalgeschichte

Bei dem Einbruch seien nach Angaben der Polizei rund 3.200 Schließfächer aufgebrochen worden. Die Ermittler gehen von mehr als 2.500 Geschädigten aus. Die Beute war zunächst grob mit der Versicherungssumme in Höhe von rund 30 Millionen Euro angegeben worden, könnte aber auch deutlich darüber liegen. „Wir gehen von einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag aus“, sagte ein Polizeisprecher. Es dürfte sich damit um einen der größten Coups bei einem Einbruch in der bundesdeutschen Kriminalgeschichte handeln.

Täter gelangten mit Spezialbohrer in Tresorraum der Sparkasse

Kunden versuchen in eine Sparkassenfiliale in Gelsenkirchen-Buer zu gelangen.

Nach dem Einbruch wollten rund 200 aufgebrachte Kunden in die betroffene Filiale.

Der spektakuläre Einbruch war durch einen Brandmeldealarm Montagfrüh entdeckt worden. Passiert sein soll die Tat entweder an den Weihnachtsfeiertagen oder am vergangenen Wochenende. Die Täter waren laut Polizei durch mehrere Türen zunächst in einen Archivraum eingebrochen, von dem sie sich mit einem Spezialbohrer in den Tresorraum der Bank vorarbeiteten. Nach dem Einbruch versammelten sich wiederholt Geschädigte vor der Sparkassenfiliale im Stadtteil Buer. Für Betroffene sei eine Kunden-Hotline eingerichtet worden, teilte die Sparkasse weiter mit.

Loch in der Wand des Kellers einer Sparkassenfiliale in Gelsenkirchen

Nach dem spektakulären Einbruch in den Tresorraum warten Kunden einer Sparkasse in Gelsenkirchen auf Informationen. Mehr bei „tagesschau.de“.

Bankschliessfach mit Goldbarren

Millionen verwahren ihre Wertsachen in einem Bankschließfach. Doch der Inhalt ist oft nicht komplett gegen Diebstahl versichert. Mehr bei „tagesschau.de“.

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | NDR Info | 30.12.2025 | 21:45 Uhr

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