Schneefall und glatte Straßen haben in Hessen für Verkehrsbehinderungen gesorgt. Es gab am frühen Morgen mehrere Unfälle. Auch im Nahverkehr kommt es teilweise zu Einschränkungen.
Auf der A66 ist ein Lastwagen in einen Graben gerutscht.
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00:27 Min.|02.01.26|Kathrin Gerewitz
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Die Polizei meldete am Morgen bereits mehrere wetterbedingte Unfälle. Auf der A66 bei Schlüchtern (Main-Kinzig) rutschte ein Lastwagen in den Graben und geriet in Brand.
Ersthelfer retteten laut Polizei den Fahrer. Er sei in ein Krankenhaus gebracht worden, hieß es. Die Fahrbahn Richtung Frankfurt war demnach kurzzeitig voll gesperrt.
Querstehender Lastwagen bei Schotten
Auch auf anderen Straßen kam es zu Behinderungen. Auf der A44 zwischen Kassel und Dortmund blieben in der Nacht mehrere Fahrzeuge liegen. In Schotten (Vogelsberg) stand am frühen Morgen ein Lkw auf schneebedeckter Fahrbahn quer. Bei Birstein-Völzberg (Main-Kinzig) kam ein Auto von der Straße ab, drei Menschen wurden verletzt.
Auch in Weilburg-Gaudernbach kam ein Wagen von der Straße ab. In Hohenstein (Rheingau-Taunus) krachte ein Auto gegen eine Mauer.
Auf der A5 zwischen Fernwald und Gambacher Kreuz kam es auf der Höhe Pohlheim (Gießen) zu einem Unfall mit einem Reisebus und zwei Autos. Dabei wurde eine Frau im Pkw eingeklemmt und verletzt, wie die Polizei mitteilte. Sie habe von der Feuerwehr befreit werden müssen und sei in ein Krankenhaus gebracht worden. Die 50 Insassen des Busses seien alle unverletzt geblieben, sagte ein Polizeisprecher. Der entstandene Schaden werde auf etwa 50.000 Euro geschätzt. Die Fahrbahn wurde für die Bergungsarbeiten gesperrt. Ob Schneeglätte für den Unfall verantwortlich war, ist noch unklar.
Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr
Auch der öffentliche Nahverkehr war am frühen Morgen vom Wintereinbruch betroffen. Wegen Schnee und Glätte gab es laut Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) Verspätungen und Bus-Ausfällen in mehreren Regionen. Betroffen waren der Hochtaunuskreis, der Lahn-Dill-Kreis, der Wetterau-Kreis sowie Gießen (Stadt und Kreis).
Im Gebiet des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV) fielen am Morgen auf fast allen Linien Busse aus.
Wetterdienst warnt vor Glätte und Sturmböen
Der Deutsche Wetterdienst warnt neben Schneefall und Glätte auch vor Sturmböen, örtlich sind auch Gewitter möglich. Besonders in höheren Lagen bleibt es winterlich. Autofahrer sollten sich auf schwierige Verkehrsbedingungen einstellen. Die Temperaturen liegen am Freitag je nach Höhenlage zwischen minus zwei und fünf Grad.
Auch in den kommenden Tagen bleibt das Wetter unter dem Einfluss kalter Polarluft wechselhaft und windig. In der Nacht zum Samstag rechnen die hr-Meteorologen vor allem im Norden bis in die Mitte Hessens mit weiteren Schneeschauen und Glätte bei Tiefstwerten von null bis minus vier Grad.
Am Samstag steigen die Temperaturen demnach auf minus zwei bis drei Grad. Es gibt weiter Schneeschauer und die Straßen können glatt sein. Auch am Sonntag ist bei Höchsttemperaturen zwischen minus drei und drei Grad mit Schneeschauern und Glätte zu rechnen.
Redaktion:
Emal Atif
Sendung:
hr1,
02.01.26, 07:00 Uhr
Quelle: dpa/lhe
Veröffentlicht am 02.01.26 um 08:06 Uhr