OB Schrempp hält sein Versprechen und singt mit Herbert Baier beim Senioren-Singkreis im St.-Martin-Heim in Rheinstetten „Über den Wolken“.
Christa und Herbert Baier – hier bei der 100. Singstunde im Caritas-Seniorenheim in Forchheim – begleiten den Chor mit Mundharmonika und Gitarre.
Foto: Herbert Baier
Singen verbindet, sorgt für Wohlbefinden und nährt die Seele – das weiß keiner besser als Herbert Baier.
Der musikalisch vielfach Aktive gründete 2008 im Caritas Seniorenzentrum St. Martin in Rheinstetten einen Senioren-Singkreis.
Offizielles Motto: Erholung für die Seele. Jeden zweiten und vierten Dienstag im Monat um 16 Uhr treffen sich die Sangesfreudigen zwischen 70 und 100 Jahren zu einer erholsamen und abwechslungsreichen Runde.
Warum die Singstunde am 5. Januar eine ganz besondere ist
Und: Am Montag, 5. Januar, treffen sich um 15 Uhr alle wieder zu einem besonderen Event im Speisesaal. Dann wird die 200. Senioren-Singstunde zelebriert.
„Da freuen wir uns schon sehr drauf. OB Sebastian Schrempp, der ja auch ein fleißiger Sänger ist, wird mit mir ein Duett singen. Und zwar Reinhard Mays ‚Über den Wolken‘“, berichtet Baier.
Als er den Ehrenamtspreis der Stadt Rheinstetten erhielt, hatte der Rathauschef die gemeinsame Sangesstunde versprochen.
Welche Lieder Herbert Baier bei den Singstunden anstimmt
Das Repertoire der Lieder ist breit gefächert: Ob Volkslieder, Seemannslieder, Wanderlieder, Gassenhauer oder Schlager. Gesungen wird von den älteren Herrschaften, was gefällt. „Ich hätte mir damals nicht vorstellen können, dass wir das so lange anbieten. Vor allem freut es mich für die Menschen. Für sie ist das ein wichtiger Bestandteil ihrer Freizeit“, betont der 85-Jährige, dem soziales Engagement immer wichtig war.
In der Cafeteria traf man sich erstmals im Oktober 2008. Damals sei noch Beschäftigungstherapeutin Heidi Müller mit von der Partie gewesen. Auch Herbert Baiers Frau Christa hatte viele Jahre beim Senioren-Singkreis St. Martin mitgemacht. Sie begleitete mit der Mundharmonika und rezitierte Gedichte.
Es geht natürlich um das gemeinsame Singen, das die Seele erfreut und die Stimmung hebt. Aber es geht natürlich auch um die Geselligkeit.
Herbert Baier
Leiter des Senioren-Singkreises im St.-Martin-Heim in Rheinstetten
„Es geht natürlich um das gemeinsame Singen, das die Seele erfreut und die Stimmung hebt. Aber es geht natürlich auch um die Geselligkeit. Es bringt die Menschen einfach zusammen und die Liedtexte enthalten oft Lebensweisheiten“, berichtet der agile, pensionierte Ingenieur und Chorleiter in Personalunion.
Was auf der Setlist fürs Jubiläum steht
Auch die Setlist mit den Stücken zum stolzen Jubiläum steht schon: Erklingen sollen unter anderem Evergreens und Klassiker wie „Am Brunnen vor dem Tore“, „Wir lassen uns das Singen nicht verbieten“, „Wenn wir erklimmen schwindelnde Höhen“, „Horch, was kommt von draußen rein“ oder „Das schönste Blümlein der Welt“.
Baier ist sich sicher, dass für jeden etwas dabei ist und die meisten die Lieder noch aus ihrer Jugend kennen. Damit auch die Stimme ordentlich „geschmiert“ ist, gibt es Getränke aus der Küche des Seniorenheims. Jeweils nach vier bis sechs Liedern erhalten die Senioren eine unterhaltsame Verschnaufpause.
Oft gibt dann der Chorleiter bekannte Arien aus der Opern- und Operettenwelt zu Klavierbegleitung oder Schlager mit Gitarrenunterstützung zum Besten. Kurzbiografien von Dichtern gehören ebenso dazu wie ein „Wunschkonzert“ sowie ein Ständchen für die Geburtstagskinder unter den zwischen 20 und 35 Sängern und Sängerinnen.