Maximilian Mittelstädt und der VfB träumen 2026 von der Titelverteidigung im Pokal – und von mehr. Foto: IMAGO/ActionPictures
Träumen ist erlaubt zum Jahresauftakt – und der Traum des VfB mit Blick in den Mai geht so: Erst Finale in der Europa League, dann Pokalfinale. Diese Konstellation hätte aber Tücken.
Der Start ins neue Jahr ist immer auch mit Ausblicken verbunden: Was steht an – und was sind die Höhepunkte? Aus Sicht des VfB Stuttgart gibt es mit Blick auf das erste Halbjahr anno 2026 zwei Sehnsuchtsorte. Sie heißen Istanbul und Berlin – in der türkischen Metropole steigt das Finale der Europa League, in der deutschen Hauptstadt wie gewohnt das DFB-Pokalfinale.
Jamie Leweling hat ja schon auf der Pokalsiegerfeier auf dem Schlossplatz Ende Mai 2025 den Titel in der Europa League als Ziel ausgerufen („Wir können den scheiß Europapokal gewinnen“). Obendrein träumt jeder, der es mit den Weiß-Roten hält, vom abermaligen Einzug ins Berliner Pokalfinale nach dem Triumph 2025 gegen Arminia Bielefeld (4:2).
Im DFB-Pokal trifft der VfB nun im Viertelfinale am 4. Februar auswärts auf den Zweitligisten Holstein Kiel, in der Europa League sind die Chancen aufs Weiterkommen gut – zumindest Träumen ist mit dem Blick auf die beiden Endspiele in Istanbul und Berlin also erlaubt. Aber: sollte der VfB tatsächlich das Doppelfinale schaffen, wird das nicht nur wunderschön. Sondern auch stressig.
Der Reiseplan stünde wohl fest
Denn wer träumt, der sollte zumindest schon mal einen (Reise-) Plan im Hinterkopf haben. Und der würde für viele Beteiligte neben der Mannschaft und dem Tross des VfB wohl direkt von Istanbul nach Berlin führen. Denn: Das Europa-League-Finale steigt am Mittwoch, 20. Mai (Anstoß 21 Uhr MESZ) im Besiktas-Park – ehe schon drei Tage später, also am Samstag, 23. Mai, in Berlin das Pokalfinale stattfindet (20 Uhr). Bedeutet: Die Mannschaft und der Stab des VfB würden im Fall der Fälle höchstwahrscheinlich am Donnerstag direkt von Istanbul nach Berlin reisen – und könnten in der Finalnacht von Istanbul, unabhängig vom Ergebnis, in jedem Fall nur sehr gebremst feiern angesichts des möglichen nächsten Höhepunkts drei Tage später.
Bayer Leverkusen als Vorbild des VfB?
Auch viele Fans der Weiß-Roten wiederum würden den Direktweg von Istanbul nach Berlin wohl wählen, entweder am Donnerstag oder am Freitag. Wie so etwas geht, weiß übrigens Bayer Leverkusen. Der spätere Doublesieger stand am 22. Mai 2024 im Europa-League-Finale in Dublin (0:3 gegen Atalanta Bergamo), ehe es drei Tage später zum Pokalfinale nach Berlin ging (1:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern).
Von einem ähnlichen Weg träumt 2026 auch der VfB – der beim Einzug ins Europa-League-Finale noch vor einer speziellen Herausforderung stünde: So fasst der Besiktas-Park nur knapp 40 000 Zuschauer. Etwas mehr als 10 000 Tickets pro Finalist wird mit viel Optimismus das Kartenkontingent der Europäischen Fußballunion (Uefa) betragen – viele VfB-Fans also würden leer ausgehen im Rennen um die dann heiß begehrten Karten.
Klar, das ist alles noch rein spekulativ – aber wer weiß: Vielleicht wird der Traum vom Stuttgarter Doppelfinale im Mai dieses Jahres ja tatsächlich wahr.