
AUDIO: Prozessauftakt: Nachbar in Bramfeld erstochen (1 Min)
Stand: 02.01.2026 15:05 Uhr
Ein 49-Jähriger hatte Ende Juni in Bramfeld seinen Nachbarn erstochen. Dieser verblutete im Treppenhaus des Mehrfamilienhauses in der Bramfelder Chaussee. Seit heute sitzt der mutmaßliche Täter wegen Mordes vor dem Hamburger Landgericht. Es ist ein Sicherungsverfahren – der Mann gilt als psychisch krank.
Die Staatsanwältin geht davon aus, dass der Beschuldigte im Juni nicht wusste, was er tat. Er gilt wegen einer schweren psychischen Erkrankung als schuldunfähig.
Nachbarn mit lauter Musik provoziert
Vor der Bluttat soll der Mann seine Nachbarn immer wieder damit verärgert haben, dass er die Musik in seiner Wohnung für alle hörbar aufdrehte, auch am späten Abend. So auch am 30. Juni, nach 22 Uhr. Dieses Mal soll er es sogar in der Absicht getan haben, den Nachbarn über sich im zweiten Stock zu provozieren.
Als der Nachbar runterkam, um sich zu beschweren, soll der Beschuldigte ihm an der Tür direkt Pfefferspray ins Gesicht gesprüht und ihm dann mit einem langen Küchenmesser in den Bauch gestochen haben. Der 54 Jahre alte Nachbar verblutete im Treppenhaus.
Weiterer Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit
Am nächsten Verhandlungstag will der Anwalt des Beschuldigten eine Erklärung für ihn abgeben. Er sei bereits vorläufig untergebracht. Wegen seiner Erkrankung wird die Öffentlichkeit ab da vom Prozess ausgeschlossen.

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Der 49-Jährige steht unter Verdacht, seinen 54-Jährigen Nachbarn getötet zu haben. Laut Zeugen hatte es zwischen den Männern Streit gegeben.
Dieses Thema im Programm:
NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 02.01.2026 | 15:00 Uhr