17:08 UhrWie reagiert Opec+ nun auf den Ölpreiseinbruch von 2025?

Das Ölkartell Opec+ wird Insidern zufolge seine Förderung voraussichtlich stabil halten. Dies dürfte bei dem Treffen am Sonntag trotz der politischen Spannungen zwischen den wichtigen Mitgliedern Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) wegen des Jemen-Konflikts beschlossen werden, wie drei Delegierte des Kartells sagten. Opec+ – ein Zusammenschluss der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und ihrer von Russland angeführten Verbündeten – hat ihren Zusammenhalt in der Vergangenheit oft auch während schwerer interner Konflikte bewahrt. Das Management des Ölmarktes wurde dabei über politische Auseinandersetzungen gestellt.

Hintergrund des Treffens sind die niedrigeren Ölpreise, die im vergangenen Jahr um mehr als 18 Prozent gefallen sind. Dies war der stärkste Einbruch seit 2020 und wurde von Sorgen über ein wachsendes Überangebot ausgelöst. Eine Gruppe von acht Opec+-Staaten, die etwa die Hälfte des weltweiten Öls fördern, hatte ihre Förderziele von April bis Dezember 2025 um rund 2,9 Millionen Barrel pro Tag erhöht. Im November einigten sie sich jedoch darauf, die Erhöhungen für die Monate Januar, Februar und März auszusetzen. Die Opec sowie die Behörden in Saudi-Arabien und Russland wollten sich zu dem Treffen nicht äußern.

16:39 UhrEuro weicher zum Dollar

Der Euro-Kurs ist gefallen. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,1721 (Mittwoch: 1,1750) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8531 (0,8510) Euro. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 087190 (0,87260) britische Pfund, 183,94 (184,09) japanische Yen und 0,9296 (0,9314) Schweizer Franken fest.

16:15 UhrBaidu-Aktie macht riesigen Satz nach oben

Am ersten Handelstag des Jahres zeigen sich die Anleger an der Wall Street überwiegend optimistisch. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte zur Eröffnung am Freitag fast 1,5 Prozent höher bei 23.558 Punkten. Der breit gefasste S&P-500 kletterte um gut ein halbes Prozent auf 6890 Zähler. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab hingegen leicht nach und lag bei 47.988 Stellen. „Man sollte daraus keine allzu weitreichenden Schlüsse ziehen, da der erste Handelstag in jüngerer Zeit ein äußerst schlechter Indikator für den weiteren Jahresverlauf gewesen ist“, schrieben die Analysten der Deutschen Bank.

Im Rampenlicht bei den Einzelwerten standen Baidu mit einem Plus von zehn Prozent. Der chinesische Suchmaschinenbetreiber teilte mit, dass seine KI-Chip-Tochter Kunlunxin einen Börsenzulassungsantrag bei der Hongkonger Börse eingereicht hat. Dies ebnet dem Unternehmen den Weg für eine Abspaltung und separate Börsennotierung.

15:51 UhrEdeka und AB Inbev begraben Bierpreis-Kriegsbeil

Der Streit um höhere Bierpreise zwischen der Supermarktkette Edeka und dem Brauerei-Riesen AB Inbev ist beigelegt. Alle Artikel könnten wieder bestellt werden, teilte Edeka auf Anfrage mit. Weiterführende Angaben machte die Edeka-Zentrale in Hamburg nicht. Sie verwies auf Wettbewerbsgründe. Edeka gehört der länderübergreifenden Einkaufsgemeinschaft Everest an, die ebenso in den Preisstreit involviert war. Zunächst berichteten die Fachmedien „Inside Getränke“ und „Lebensmittel Zeitung“.

Im November war bekanntgeworden, dass Edeka Bestellungen bei AB Inbev reduziert hatte. Betroffen waren demnach zehn Biermarken – etwa Beck’s, Corona, Franziskaner, Löwenbräu und San Miguel, in verschiedenen Größen und Geschmacksrichtungen. Edeka begründete den Schritt mit einer geforderten Preiserhöhung des Brauereikonzerns, der als der weltweit größte gilt. Die Forderung sei nicht von Kostensteigerungen gedeckt gewesen, kritisierte der Händler.

15:21 UhrTesla-Absatz bricht im abgelaufenen Quartal ein

Die Tesla-Auslieferungen sind im vergangenen Quartal nach dem Ende von Elektroauto-Subventionen in den USA deutlich gefallen. Der Elektroauto-Pionier brachte weltweit 418.227 Fahrzeuge zu den Kunden, das waren 15,6 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Damit verbuchte Tesla im gesamten Jahr 2025 den zweiten Rückgang der Auslieferungen in Folge. Sie sanken um 8,5 Prozent auf gut 1,636 Millionen Fahrzeuge. Den bisherigen Höhepunkt hatte Tesla 2023 mit etwas über 1,8 Millionen ausgelieferten Wagen erreicht.

Eine Rolle beim Rückgang im Schlussquartal dürfte gespielt haben, dass US-Präsident Donald Trump die Steuervergünstigung von 7500 Dollar beim Kauf von Elektroautos Ende September auslaufen ließ. Im dritten Quartal schnellten die Tesla-Auslieferungen noch um 7,4 Prozent auf 497.099 hoch, weil viele Interessenten in den USA die Prämie noch mitnehmen wollten. Jetzt kam – wie auch bei anderen Herstellern – der Rückschlag.

14:58 UhrChipausrüster plant millionenschweres Entwicklungszentrum

Süss Microtec will bis zu 45 Millionen Euro in ein neues Entwicklungszentrum in Deutschland investieren. Das Vorhaben sei Teil der Innovationsoffensive, sagte Vorstandschef Burkhardt Frick dem „Handelsblatt“. „In den nächsten zwei Jahren bringen wir zehn neue Produkte auf den Markt.“ Der Süss-Chef hatte im Herbst auf einem Kapitalmarkttag angekündigt, den Anteil der Forschungs- und Entwicklungsausgaben von neun Prozent vom Umsatz auf elf Prozent im Jahr 2030 zu erhöhen. Parallel dazu solle das neue Gebäude entstehen. Eine Entscheidung über den Standort sei noch nicht getroffen worden, sagte Frick.

14:28 UhrNeues vom Geldmarkt

Die Sätze am europäischen Geldmarkt zeigen sich am ersten Handelstag 2026 wenig verändert. Daran sollte sich auch in der kommenden Woche nichts ändern. Marktteilnehmer gehen mehrheitlich davon aus, dass die EZB mit dem aktuellen Zinsniveau zufrieden ist und im ersten Halbjahr die Leitzinsen bestätigen wird. Die weiterhin gute Liquidität sollte zudem verhindern, dass es zu Engpässen kommt, wie am Jahresultimo zu sehen.

imago194804631(Foto: IMAGO/Zoonar)

Hier die jüngsten Daten: Tagesgeld: 1,90 – 2,07 (1,90 – 2,07), Wochengeld: 1,90 – 2,07 (1,95 – 2,12), 1-Monats-Geld: 1,90 – 2,07 (1,90 – 2,19), 3-Monats-Geld: 2,00 – 2,20 (2,00 – 2,21), 6-Monats-Geld: 2,05 – 2,25 (2,05 – 2,28), 12-Monats-Geld: 2,18 – 2,38 (2,17 – 2,39), Euribors: 30.12. 29.12. 3 Monate: 2,0160 2,0190, 6 Monate: 2,1230 2,1240, 12 Monate: 2,2500 2,2580

14:01 UhrNeuer Porsche-Chef mit „spannendster Rolle in gesamter Automobilbranche“

Der neue Porsche-Chef Michael Leiters hat sich im sozialen Netzwerk LinkedIn zu seinem Start beim Stuttgarter Sportwagenbauer geäußert. Das neue Jahr beginne mit einem besonderen Meilenstein, schrieb Leiters. Er übernehme die aus seiner Sicht spannendste Rolle in der gesamten Automobilbranche. Leiters ist seit Jahresanfang Porsche-Chef und Nachfolger von VW-Chef Oliver Blume, der zuletzt auch die Sportwagentochter führte.

HANDOUT-17-10-2025-Ein-undatiertes-Handout-zeigt-Michael-Leiters-Der-Manager-ist-Vorstandsvorsitzender-der-Porsche-AGMichael Leiters (Foto: dpa)

Hinter Porsche liegt ein turbulentes Jahr. Neben dem sinkenden Absatz belastet der Strategieschwenk, wieder mehr Verbrenner zu entwickeln und zu produzieren, das Unternehmen. Der kostet Milliarden – und hat den Gewinn des Konzerns bislang fast komplett aufgezehrt. Auch deshalb laufen aktuell Gespräche über eine weitere Sparrunde. Der ausgeschiedene Porsche-Chef Blume hatte kürzlich in Aussicht gestellt, dass sie im ersten Quartal abgeschlossen werden könnten.

13:32 UhrPositiver Jahresauftakt an Wall Street erwartet

2025-08-06T180529Z-1295614677-RC26TDA1K63V-RTRMADP-3-USA-STOCKS-HEALTHCARE(Foto: REUTERS)

Die Rally im Technologiesektor an den asiatischen Börsen dürfte eine Fortsetzung an der Wall Street finden. Der Aktienterminmarkt in den USA deutet auf einen freundlichen Handelsbeginn am Kassamarkt hin, wobei die technologielastige Nasdaq noch deutlicher zulegen dürfte.

Damit dürfte eine viertägige Phase mit Gewinnmitnahmen zum Ende das alten Jahres enden. Am letzten Handelstag des Jahres an Silvester war die Stimmung etwas von wöchentlichen Arbeitsmarktdaten belastet worden, die überraschend positiv ausgefallen waren. Die starken Daten dämpften die Zinssenkungshoffnungen etwas und drückten so die Börse. Auf Jahressicht legte der Nasdaq-Composite angetrieben durch einen Boom bei KI-Investitionen um 20 Prozent zu, während S&P-500 und Dow-Jones-Index um 16 beziehungsweise 13 Prozent anzogen.

13:04 UhrDax verringert sein Plus

Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat einen Teil seiner Gewinne wieder abgegeben. Kurz nach Mittag notierte der Leitindex 0,3 Prozent höher bei 24.572 Punkten. Der EuroStoxx50 stieg um 0,6 Prozent auf 5828 Stellen. Der Euro lag schwächer bei 1,1721 US-Dollar. Die Preise für die Ölsorten Brent und WTI fielen leicht um 0,3 beziehungsweise 0,2 Prozent.

12:37 UhrPreise für Benzin und Diesel legen zum Jahreswechsel kräftig zu

Die Spritpreise sind mit einem deutlichen Sprung ins neue Jahr gestartet. Am 1. Januar waren sowohl Benzin als auch Diesel deutlich teurer als Ende 2025, wie aus Zahlen des ADAC hervorgeht. Ein Liter Super E10 kostete im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Donnerstags 1,709 Euro. Das waren 3,4 Cent mehr als am 31. Dezember. Bei Diesel ging es um vier Cent auf 1,658 Euro pro Liter nach oben.

28-11-2025-Nordrhein-Westfalen-Duesseldorf-Eine-Tafel-zeigt-am-Morgen-die-Treibstoffpreise-an-einer-Tankstelle-in-Duesseldorf-Das-Statistische-Bundesamt-gibt-die-Inflationsrate-fuer-November-2025-bekanntTeurerer Jahresbeginn an Deutschlands Tankstellen. (Foto: dpa)

Wichtigster Treiber für den Anstieg dürfte die neue CO2-Bepreisung sein, die bis zu drei Cent pro Liter ausmachen kann. Der Preissprung geht allerdings etwas darüber hinaus. Das zeigt sich besonders deutlich, wenn man als Vergleichswert nicht Silvester, sondern den 29. Dezember heranzieht. Dann sind es 5,4 Cent bei E10 und sechs Cent bei Diesel. Erfahrungsgemäß steigen Preise bei Änderungen wie dem CO2-Preis nicht schlagartig zum Stichtag, sondern zumindest teilweise auch schon knapp vor dem Ereignis.

12:13 UhrEZB: Kreditvergabe an Firmen mit stärkstem Wachstum seit 2023

515195264(Foto: picture alliance / SZ Photo)

Die Kreditvergabe der Banken an Unternehmen in der Eurozone hat sich im November beschleunigt. Die Geldhäuser reichten 3,1 Prozent mehr Darlehen an Firmen aus als ein Jahr zuvor, wie die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main mitteilte. Das ist der stärkste Anstieg seit Mitte 2023. Im Oktober hatte er noch bei 2,9 Prozent gelegen. An die Privathaushalte vergaben die Institute im November 2,9 Prozent mehr Kredite als ein Jahr zuvor. Das ist das größte Plus seit dem Frühjahr 2023. Im Oktober war der Zuwachs mit 2,8 Prozent etwas schwächer ausgefallen.

Eine stärkere Kreditaufnahme durch die Unternehmen kann Vorbote für verstärkte Investitionen sein. Besonders die Industrie der Währungsunion steckt wegen der hohen US-Zölle und der schwächeren Nachfrage aus China unter Druck.

11:46 UhrAixtron-Aktie schießt nach oben

Nach dem Kursrückgang der vergangenen Wochen sind Anleger bei Aixtron wieder eingestiegen. Die Aktie des Chipindustrie-Ausrüsters kletterte in der Spitze um 9,6 Prozent auf 18,97 Euro. Sie war damit stärkster MDax-Wert. Seit Mitte November haben die Titel mehr als zehn Prozent an Wert eingebüßt.

11:23 UhrSüdkoreas Exporte im Dezember unerwartet stark

460679515(Foto: picture alliance / Bildagentur-online)

Südkorea hat wegen lebhafter Nachfrage nach Halbleitern im Dezember unerwartet starkes Wachstum bei den Ausfuhren und für 2025 insgesamt einen Rekordwert verzeichnet. Die Exporte der viertgrößten Volkswirtschaft Asiens stiegen im Dezember gegenüber dem Vorjahr um 13,4 Prozent auf 69,58 Milliarden US-Dollar, wie vorläufige Daten der Zollbehörde in Seoul zeigten. Im November war ein Anstieg von 8,4 Prozent zu verzeichnen gewesen.

10:56 UhrAuch britischer FTSE 100 außer Rand und Band

Börsenrekord auch in London: Der Leitindex FTSE 100 knackte am ersten Handelstag des neuen Jahres erstmals in seiner Geschichte die 10.000-Punkte-Marke. Er legt in der Spitze um 1,1 Prozent auf 10.046 Zähler zu. Im vergangenen Jahr gewann er fast 22 Prozent und erzielte damit sein bestes Ergebnis seit 2009. Getragen wurde die Rally vor allem durch die weltweite Euphorie im Bereich der Künstlichen Intelligenz.

10:29 UhrDeutscher Industrie-Einkaufsmanagerindex kräftig nach unten korrigiert

Die-Stimmung-in-der-deutschen-Industrie-ist-schlecht-etwa-in-der-Chemiebranche-ArchivbildDie Stimmung in der deutschen Industrie ist schlecht, besonders in der Chemiebranche.

Die deutsche Industrie hat im Dezember einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen. Der von S&P Global in diesem Sektor erhobene Einkaufsmanagerindex sank auf 47,0 von 48,2 Punkten. In erster Veröffentlichung war ein Wert von 47,7 ermittelt worden. Ab 50 Zählern signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter eine Schrumpfung.

Die Produktion ging erstmals seit zehn Monaten vor allem aufgrund der anhaltenden Nachfrageflaute zurück. Der Rückgang, der maßgeblich den geringeren Exportumsätzen zugeschrieben werden kann, führte auch zu weiteren Kürzungen bei Beschäftigung, Einkaufsmenge und Vormateriallagern.

10:09 UhrDax hüpft hoch – Rüstungstitel stark

Der Dax hat nun kräftig Fahrt aufgenommen. Der deutsche Leitindex stieg um nunmehr 0,8 Prozent auf 24.677 Punkte. Der EuroStoxx50 gewann 0,9 Prozent auf 5841 Stellen. Der Euro kam leicht zurück auf 1,1728 Dollar, während an den Anleihemärkten die Renditen moderat anzogen. Für Technologieaktien ging es um 1,4 Prozent nach oben, so gewannen STMicroelectronics 1,2 Prozent. Branchengewinner waren indes Aktien aus dem Bereich Luftfahrtindustrie und Rüstung. Der Sektor zog im frühen Handel um 2,6 Prozent an. Vor allem Rüstungstitel waren im vergangenen Jahr mit den gestiegenen Verteidigungsausgaben gesucht. Der Trend sollte sich im neuen Jahr fortsetzen. Airbus gewinnen 2,6 Prozent, Rheinmetall 1,9 Prozent. MTU Aero kamen auf ein Plus von 2,5 Prozent.

Für den Dax beginnt ein herausforderndes Börsenjahr. „Die Unternehmensgewinne sind im vergangenen Jahr zwar auf einen neuen Rekord geklettert. Gleichzeitig sind die Kurse allerdings deutlich stärker angestiegen als die Gewinne. Und so geht der deutsche Leitindex mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von 17,6 in das Jahr 2026. Beim Jahreswechsel 2024/2025 war das KGV mit 15,0 noch 2,6 Punkte billiger“, so QC Partners weiter.

09:52 UhrBaidu bringt KI-Chipsparte Kunlunxin an die Börse

Der chinesische Internetkonzern Baidu bringt seine KI-Chip-Sparte Kunlunxin aufs Parkett und hat dafür einen vertraulichen Antrag für eine Notierung an der Hongkonger Börse eingereicht. Baidu machte allerdings keine Angaben zum Umfang des Angebots und weitere Details zu dem geplanten Spin-off. Baidu, das einst als einer der wichtigsten Technologiegiganten Chinas neben der Alibaba Group und Tencent Holdings galt, steht umsatz- und gewinnseitig unter Druck, weil das Kerngeschäft mit Werbung an Schwung verliert. Baidu investiert nun stark in Bereiche wie Chipentwicklung, KI und autonome Fahrtechnologie, um sich so neue Wachstumsmöglichkeiten zu erschließen.

Nach Einschätzung der Citi-Analysten ist dieser Schritt zwar keine Überraschung, er kommt aber früher als erwartet. Die Experten von Jefferies rechnen damit, dass Kunlunxin mit 16 bis 23 Milliarden US-Dollar bewertet wird. Der Konzern ist ein Hersteller von Halbleitern und Chips, die für Prozessoren Künstlicher Intelligenz und Sprachinteraktion entwickelt wurden.

257464814Gebäude der Hongkonger Börse. (Foto: picture alliance/dpa/SOPA Images via ZUMA Press Wire)

09:29 UhrHongkong und Südkorea stark – kein Handel in China und Japan

Die Anleger an der Börse in Hongkong sind mit Optimismus in das neue Jahr gestartet. Der Hang Seng Index rückte um bis zu 2,8 Prozent vor. Angeführt wurden die Gewinne vom Technologiesektorindex und dem Index für Künstliche Intelligenz (KI), die beide mehr als drei Prozent zulegten. Für gute Stimmung sorgte vor allem das fulminante Börsendebüt des chinesischen KI-Chipentwicklers Shanghai Biren Technology. Dessen Aktien haben sich an ihrem ersten Handelstag in Hongkong mehr als verdoppelt. Der Optimismus im Technologiesektor halte an und der starke Börsengang habe der Stimmung zusätzlichen Auftrieb gegeben, sagte Wee Khoon Chong vom Finanzdienstleister BNY.

Die Aktienmärkte auf dem chinesischen Festland blieben am Freitag feiertagsbedingt geschlossen, ebenso die Börsen in Japan. In Südkorea zeigten sich die Anleger ebenfalls in Kauflaune. Der Leitindex Kospi gewann 2,3 Prozent. Die Aktien des Chipherstellers Samsung Electronics zogen um 7,2 Prozent an.

09:16 UhrDax geht zum Jahresstart über 24.500

Grüner Start an der Frankfurter Börse: Der Dax steigt um 0,2 Prozent auf 24.533 Punkte. Damit nähert er sich wieder seinem Rekordhoch von 24.771 Stellen. MDax, SDax und TecDax gewinnen zwischen 0,1 und 0,7 Prozent. Der Euro liegt 0,2 Prozent tiefer bei 1,1738 US-Dollar.

09:05 UhrExperten: Euroraum-Inflation bleibt im Dezember konstant

Barclays-Analysten rechnen damit, dass der Inflationsdruck im Euroraum im Dezember konstant gewesen ist. „Wir erwarten, dass die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent gestiegen sind und sehen die Jahresteuerung wie im November bei 2,1 Prozent“, schreiben sie in einem Ausblick. Für die Kernteuerung werden – ebenfalls unverändert – 2,4 Prozent prognostiziert. Die Daten werden nach ihrer Aussage von zwei gegenläufigen Kräften beeinflusst werden: Einen höheren Inflationsdruck bei Lebensmitteln wegen eines Basiseffekts bei gleichzeitigem Rückgang der Energiepreise.

08:32 UhrBYD ist obenauf, aber in China wird es nun schwieriger

Das Absatzwachstum des Automobilherstellers BYD hat sich 2025 vor dem Hintergrund des verschärften Wettbewerbs auf dem Heimatmarkt deutlich verlangsamt. Dennoch dürften die Chinesen Tesla als weltweit größten Elektroautohersteller ablösen. Der E-Auto-Produzent teilte mit, dass er im Dezember 420.398 Einheiten verkauft habe. Dies entspricht einem Rückgang von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr und markiert den vierten monatlichen Absatzrückgang in Folge. Der Jahresabsatz 2025 stieg um 7,7 Prozent auf 4,60 Millionen Fahrzeuge und lag damit deutlich unter dem Sprung von 41 Prozent im Jahr 2024. Tesla dürfte im vierten Quartal voraussichtlich 422.850 Fahrzeuge ausgeliefert haben und so wohl einen Jahresabsatz von etwa 1,64 Millionen Fahrzeuge erreicht haben, wie aus dem von dem US-Unternehmen zusammengestellten Marktkonsens hervorgeht.

Chinesische Automobilhersteller könnten 2026 unter stärkeren Druck geraten, hieß es von Analysten. Grund ist, dass China die Inzahlungnahme-Prämien für Fahrzeuge der mittleren und unteren Preisklassen im neuen Jahr gekürzt hat, um technologische Innovationen zu fördern und den Produktmix des Automobilsektors zu verbessern.

08:10 UhrRuhiger Dax-Start ins neue Jahr erwartet

Der Dax wird laut der Kursentwicklung an den Terminmärkten kaum verändert in den ersten Handelstag des neuen Jahres starten. Am Dienstag hatte der deutsche Leitindex gut ein halbes Prozent höher bei 24.490 Punkten geschlossen. Damit kam er seit Januar 2025 auf ein Plus von fast 23 Prozent. Zum Jahresende zeigten sich die Anleger an den europäischen Börsen optimistisch. An der Wall Street bremste das Rätselraten um die weitere Entwicklung des teils hoch bewerteten Technologiesektors die Börsen aus. Auf Jahressicht verzeichneten aber auch hier die wichtigsten Indizes zweistellige Zuwächse.

Der Terminkalender für heute ist sowohl auf der Konjunkturdaten- als auch auf der Unternehmensseite weitgehend leer. Analysten rechnen mit einem ruhigen Handel. „Dadurch, dass der erste Handelstag dieses Börsenjahres auf einen Freitag fällt, könnten die Umsätze heute noch niedrig bleiben, ehe dann nächste Woche wieder Normalität einkehrt,“ prognostizierte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. An den Börsen in Japan und China fand kein Handel statt.