– In Nürnberg ist aufgrund der Silvesterfeuerwerke die Feinstaubbelastung an Mitternacht und Neujahr stark angestiegen. Dennoch ist die Belastung geringer als im Vorjahr.

In Nürnberg ist durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in der Silvesternacht die Feinstaubbelastung besonders um Mitternacht deutlich angestiegen. Das teilt die Stadt Nürnberg nun in einer Pressemitteilung mit.

Stark erhöhte Feinstaubbelastung nach Mitternacht

In Nürnberg wurde an unterschiedlichen Stellen der Feinstaubgehalt in der Luft gemessen. So auch am Jakobsplatz. Obwohl hier eigentlich ein Böllerverbot galt, ermittelte die Messstation zwischen Mitternacht und 1 Uhr morgens eine Feinstaubbelastung von 350 Mikrogramm pro Kubikmeter. Normalerweise befinden sich in Nürnberg in einem Kubikmeter Luft nur etwa 14 Mikrogramm dieser feinen Partikel.

Grenzwert für Feinstaub trotzdem eingehalten

Die Stadt gibt jedoch Entwarnung: Die Feinstaubbelastung löste sich in den Stunden nach Mitternacht relativ rasch wieder auf. Der Tages-Mittelwert lag für den gesamten Neujahrstag bei 34 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Dies lag an der die ganze Nacht andauernden Durchmischung der Luft aufgrund des frischen Windes, der sich in den Morgenstunden des ersten Januars noch deutlich verstärkte. Damit hat die Stadt Nürnberg den Immissions-Grenzwert für Feinstaub (PM10) im Tagesmittel am ersten Tag des Jahres 2026 eingehalten.

Letzte Silvesternacht fast 1000 Mikrogramm Feinstaub

Laut der Bundesimmissionsschutzverordnung gilt für Feinstaub (PM10) ein Tagesgrenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Dieser Wert darf an höchstens 35 Tagen im Jahr überschritten werden. Laut der Stadt Nürnberg wurde 2025 am Jakobsplatz nur eine einzige Überschreitung registriert. Diese betraf den Neujahrstag 2025 und wurde durch die Nachwirkungen des Silvesterfeuerwerks ausgelöst: Für die Stunde nach Mitternacht wurden am 1. Januar 2025 fast 1 000 Mikrogramm Feinstaub (PM10) in der Luft gemessen. Also deutlich mehr als an diesem Silvester.

Was bedeutet PM10?

PM10 sind größere Feinstaubpartikel, die vor allem die oberen Atemwege reizen. PM2,5 zum Beispiel sind viel kleinere Partikel, die tief in die Lunge und sogar ins Blut gelangen und daher gesundheitlich gefährlicher sind. Es gibt mehrere Arten von Feinstaub, aber für PM10 und PM2,5 gibt es gesetzliche Grenzwerte und sie werden flächendeckend gemessen.