Irrtum oder Absicht?

Warum dieser Adventskranz plötzlich fünf Lichter hat

Aktualisiert am 02.01.2026 – 07:50 UhrLesedauer: 2 Min.

Fünf Hochhäuser, fünf Kerzen: Der Finanzdienstleister Wealthcap will das Gelände schrittweise in ein gemischt genutztes Quartier umwandeln.Vergrößern des Bildes

Fünf Hochhäuser, fünf Kerzen: Der Finanzdienstleister Wealthcap will das Gelände schrittweise in ein gemischt genutztes Quartier umwandeln. (Quelle: Scrivo )

In München leuchten plötzlich fünf Hochhaustürme wie Adventskerzen. Kein Fehler – sondern ein augenzwinkernder Hinweis auf die Zukunft eines bekannten Ensembles.

Seit kurzem leuchten nicht nur vier, sondern gleich fünf Türme des bekannten Hochhaus-Ensembles „Ten Towers“ am Leuchtenbergring – und verwandelten sich in einen Adventskranz der etwas anderen Art. Wer dachte, es handle sich um ein Versehen, lag falsch: Die fünfte „Kerze“ ist bewusst Teil der Lichtinszenierung.

„Und wenn die fünfte Kerze brennt, hast du Weihnachten verpennt“ – mit einem Augenzwinkern greift die Aktion das bekannte Sprichwort auf. Die Eigentümer des Areals, der Finanzdienstleister Wealthcap, betonen, dass das Ensemble eben aus fünf Doppeltürmen besteht – und damit auch fünf leuchtende Türme dazugehören. Konzipiert wurde die Installation von der Münchner Agentur Scrivo.

Für die Umsetzung wurden die Nordtürme auf der Westseite von innen beleuchtet. In den oberen Stockwerken glühen je zwölf Fenster in kräftigem Rot und erzeugen so den Eindruck einer Kerzenflamme, während die unteren Etagen wie gewohnt erleuchtet bleiben.

Das Ergebnis: Fünf monumentale Lichtskulpturen, die insbesondere vom Ostbahnhof, von der Orleansstraße und der Berg-am-Laim-Straße aus gut zu sehen sind. Die Aktion soll laut Mitteilung ein Zeichen für Hoffnung, Aufbruch und Vorfreude setzen – und zugleich auf eine grundlegende Veränderung am Standort hinweisen.

Denn die ehemaligen Telekom-Türme stehen vor einem umfassenden Wandel. Aus dem lange rein gewerblich genutzten Areal soll in den kommenden Jahren ein gemischt genutztes Stadtquartier entstehen – mit Büroflächen, einem Hotel und perspektivisch auch Wohnungen.

Für einen der Türme steht bereits fest, wer einzieht: Die Hotelgruppe Leonardo will dort unter der Lifestyle-Marke „NYX“ ein Haus mit 244 Zimmern eröffnen. Auch die markante Verbindungsbrücke im 14. Stock erhält eine neue Funktion. Sie soll künftig ein öffentlich zugängliches Restaurant mit Panoramablick über die Stadt beherbergen.

Ein entsprechender Bauantrag liegt der Stadt München inzwischen vor. Insgesamt stehen in den Ten Towers aktuell noch rund 51.000 Quadratmeter vermietbare Fläche zur Verfügung. Die leuchtenden Türme markieren also nicht nur die Adventszeit – sondern auch den Beginn eines neuen Kapitels für eines der auffälligsten Hochhaus-Ensembles der Stadt.