Pressemitteilung


Die SPD-Fraktion fordert, Ausbildungsangebote zu bündeln - Foto Eschweiler Filmpost -

Eschweiler. Wie kann Eschweiler junge Menschen fördern und zugleich dem Fachkräftemangel begegnen? Die SPD-Fraktion bringt mit der Idee eines Ausbildungs- und Weiterbildungscampus einen Vorschlag in die politische Debatte ein, der Bildung, Wirtschaft und Strukturwandel zusammenführen soll.

red

Pressemitteilung:

SPD-Fraktion: Ausbildungscampus Eschweiler entwickeln. Akteure jetzt an einen Tisch bringen.
 
Die SPD-Stadtratsfraktion Eschweiler setzt sich für den Aufbau eines Ausbildungs- und Weiterbildungscampus in Eschweiler ein. Mit einem entsprechenden Antrag fordert die SPD, dass die Stadt die notwendigen Schritte einleitet, um bestehende Ausbildungsstrukturen zu sichern, neue Angebote zu bündeln und gemeinsam mit regionalen und überregionalen Partnern weiterzuentwickeln.
 
„Berufliche Ausbildung ist ein zentraler Pfeiler für wirtschaftliche Stärke, soziale Teilhabe und gute Zukunftsperspektiven für junge Menschen“, betont die SPD-Fraktion. Gut ausgebildete Fachkräfte seien für die Unternehmen in Eschweiler und der Region unverzichtbar, gleichzeitig eröffne Ausbildung Jugendlichen echte Chancen, unabhängig von Herkunft oder sozialem Hintergrund.
 
Mit einem Ausbildungscampus könne Eschweiler ein klares Bekenntnis zum Wert beruflicher Bildung abgeben und sich dauerhaft als attraktiver Ausbildungs- und Weiterbildungsstandort positionieren.
 
Besondere Dringlichkeit erhält das Thema durch den Strukturwandel in der Region. Mit dem Ende der Braunkohleverstromung und der Transformation des Kraftwerksstandorts Weisweiler ist absehbar, dass das Ausbildungszentrum von RWE am Standort Weisweiler spätestens 2027 aufgegeben wird. Über Jahrzehnte hinweg war dieses Zentrum ein verlässlicher Partner in der Ausbildung junger Menschen und hat weit über den eigenen Bedarf hinaus Fachkräfte qualifiziert. Der Wegfall dieser Strukturen würde eine erhebliche Lücke in der regionalen Ausbildungslandschaft hinterlassen. „Um diese Lücke zu vermeiden, müssen wir jetzt handeln und bestehende Kompetenzen und Erfahrungen weiterentwickeln“, so die SPD-Fraktion.
 
Der geplante Ausbildungscampus soll regionale Unternehmen, Kammern, berufsbildende und weiterführende Schulen sowie Vereine und Organisationen der Jugend-, Bildungs- und Integrationsarbeit systematisch zusammenführen. Ziel ist ein zentraler Ort der beruflichen Orientierung, Ausbildung und Weiterbildung, der als Leuchtturmprojekt für den Bildungs- und Wirtschaftsstandort Eschweiler wirkt. Insbesondere große Arbeitgeber der Stadt und der Region hätten ein starkes Interesse daran, Fachkräfte vor Ort auszubilden und langfristig zu binden.
 
Ein besonderes Augenmerk legt die SPD auf Perspektiven für junge Menschen und Integration durch Arbeit. Der Campus soll auch Jugendlichen mit besonderen Unterstützungsbedarfen offenstehen. Konzepte zur beruflichen Orientierung, Ausbildungsvorbereitung und Begleitung – etwa für geflüchtete junge Menschen – sollen integriert werden und auch schon Schülerinnen und Schülern zur Verfügung stehen.
 
Die SPD-Fraktion sieht die Stadt Eschweiler in einer aktiven, koordinierenden Rolle. Verwaltung und Politik sollen relevante Akteure zusammenbringen, Fördermöglichkeiten – insbesondere aus Strukturwandel- und Transformationsprogrammen – nutzen und ein tragfähiges Gesamtkonzept entwickeln. „Ein Ausbildungscampus ist eine strategische Investition in die Zukunft unserer Stadt. Damit schaffen wir nicht nur eine Perspektive für junge Menschen, sondern auch für Unternehmen, die bereits in Eschweiler angesiedelt sind oder als Standortvorteil für solche, die sich noch hier ansiedeln wollen“, betont SPD-Fraktionsvorsitzender Aaron Möller abschließend.

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