Die Wetterprognose hat den VfL Bochum zum Umdenken bewegt.

Im eiskalten Bochumer Schneetreiben stand Uwe Rösler (57) zum Trainingsauftakt auf dem Rasen. Bereits am Sonntag kehrt der Pottklub dem Wintereinbruch den Rücken. Der VfL fliegt vom 4. bis 11. Januar ins Trainingslager nach Belek (Türkei). Mit im Gepäck: Neuzugang Mikkel Rakneberg (23), der ablösefrei von Kristiansund BK (Norwegen) in den Pott wechselt.

„Ich habe mich über ihn erkundigt und habe sehr gute Referenzen bekommen“, sagt Rösler auf BILD-Nachfrage. Der Linksfuß, dem wohl auch andere Angebote vorlagen, soll Maxi Wittek (30) auf der linken Schiene Konkurrenz machen. Der Trainer weiter: „Wir hatten ein gutes Gespräch. Er ist sehr ambitioniert und bringt die körperlichen Voraussetzungen mit.“

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In Belek hat Rakneberg dann eine gute Woche Zeit, um seine neuen Teamkollegen kennenzulernen. Dabei war es lange unklar, ob Bochum überhaupt in ein Trainingslager fliegen kann. Ein Grund sind die finanziellen Engpässe. Doch bei einem Blick auf die Wettervorhersage für die kommenden Tage entschieden sich die Bochum-Bosse um. Rösler schwärmt: „Da muss ich dem Verein ein absolutes Kompliment machen. Die Verantwortlichen haben sich bereit erklärt, finanzielle Mittel zu finden, um die Reise zu ermöglichen. Das war so nicht im Budget. Das habe ich in meiner Karriere ganz selten erlebt.“ Ob es in der Türkei noch weitere Neuzugänge geben wird, ließ Rösler offen.

Nicht dabei sind u. a. Matus Bero (30/Sprunggelenk) und Gerrit Holtmann (30/Knie), die ihre Reha in Bochum fortsetzen werden. Bei Bero wird es nichts bis zum Rückrundenstart gegen Darmstadt (18. Januar, 13.30 Uhr/Sky). Er trainierte am Freitag noch individuell im Kraftraum. Holtmann hingegen ist nach seiner überstandenen OP bereits weiter. Ob es für ihn reicht, ist noch nicht abzusehen.