Stürmer konsultiert Kniespezialist

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Die Frage, ob Victor Boniface sich am verletzten Knie operieren lässt, ist immer noch nicht beantwortet. In der kommenden Woche, am 8. Januar, hat der 25-Jährige einen Termin zur Untersuchung beim Kniespezialisten Dr. Christian Fink in Innsbruck, wie Werder Bremen vor dem Trainingsauftakt am Freitag mitteilte. Bei diesem fehlte der namhafte Sommerzugang. Dass Boniface für die Grün-Weißen noch einmal aufläuft, bis der mit Bayer Leverkusen geschlossene Leihvertrag in sechs Monaten endet, gilt als quasi ausgeschlossen. Werder sucht deshalb einen neuen Stürmer.
„Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass wir es schnellstmöglich durchbekommen“, bestätigte der Bremer Leiter Lizenzbereich Peter Niemeyer am Freitag laut dem „Kicker“. Den Druck, den die unklare Situation im Angriff wegen des Ausfalls von Boniface mit sich bringe, nehme man im Management der Norddeutschen „natürlich auch wahr“.
Update 20:00 Uhr: Die „Deichstube“ zitierte Niemeyer noch weitergehender und auch Trainer Horst Steffen gab seine Meinung ab. Niemeyer sagte demnach auch: „Ich weiß nicht, ob man da von einem übermäßigen Druck sprechen sollte, denn der Druck ist bei uns immer da. Und damit können wir auch umgehen. Ich sehe die Situation eher als Chance. Ich hoffe, dass wir schnellstmöglich eine Lösung finden.“ Steffen meinte mit Blick auf die Optionen im Sturm: „Es wäre gut, wenn wir da Ersatz hätten. Nichtsdestotrotz haben wir auch noch Jungs im Kader, die wir verbessern müssen. Wenn nichts passiert, sind wir auch immer in der Lage, mit den Jungs, die da sind, Spiele zu gewinnen.“
Bei Werder sollte Boniface zu alter Form finden, stattdessen versagten sowohl er als auch Mittelstürmer-Kollege Keke Topp (21) bei ihrer Hauptaufgabe auf ganzer Linie – dem Toreschießen. Mit einer Marktwert-Talfahrt von zuvor 45 Millionen auf derzeit noch 12 Millionen Euro ist der Nigerianer der Neuner mit dem größten Verlust seit Jahresbeginn 2025. Im aktuellen Werder-Kader ist er gar nur noch der fünftwertvollste Profi. Konkrete Gerüchte um einen neuen Mittelstürmer an der Weser gab es zuletzt allerdings noch nicht. Spekulationen um Taiwo Awoniyi (28, Nottingham) datieren aus dem November.
Werder Bremen hat sich von Boniface-Leihe „mehr erhofft“
Auch zu Boniface äußerte Niemeyer sich: „Wir haben das als Chance gesehen, aber bei einer Chance ist natürlich auch ein gewisses Risiko dabei. Man müsse nun konstatieren: Wir haben uns alle mehr erhofft von dieser Leihe, das ist leider nicht so aufgegangen, wie wir uns das vorgestellt haben.“ Eine OP wäre vermutlich gleichbedeutend mit dem Saisonaus. Doch auch bei einer Entscheidung dagegen, hieß es zuletzt etwa bei der „Bild“, solle er aufgrund des hohen Risikos einer noch schwereren Verletzung nicht mehr eingesetzt werden.
