Fastnachtsstart in Fellbach: Rote Nasen und Weinblätter: Das Häsabstauben läutet die Narrenzeit ein Stimmungsvoll geht es zu beim Häsabstauben mit Fackeln durch die Weinberge. Foto: Julian Rettig

Kaum ist Weihnachten vorbei, da geht die Fasnet los. Die Fellbacher Narren läuten am Dreikönigstag, 6. Januar, mit dem Häsabstauben die fünfte Jahreszeit ein.

Die Maske mit der dicken roten Nase, das Häs, also das Gewand aus Weinblättern, sowie Handschuhe und Schuhe in den passenden Farben, Strick, Rätsche und Weingeisterkorken – das alles gehört zu einem echten Weingeist des Fellbacher Carneval Clubs. Und die sind wieder am Dienstag, 6. Januar, von 17.30 Uhr an bei der traditionellen Zeremonie in Aktion: dem Häsabstauben. Die Hästräger des Fellbacher Carneval Clubs, die Fellbacher Weingeister, treffen sich dann zum Häsabstauben in und an der Neuen Kelter der Weingärtner in Fellbach. Dies bedeutet den Beginn der aktiven närrischen Zeit.

Bevor die Weingeister aber wieder mit dem Ruf „Weingeister wachet auf ond kommet ronder“ vom Prinzenpaar Oberbacchus Marc I. und Keltermäusle Franciska I. aus dem Weinberg am Fellbacher Kappelberg geholt werden, heißt es: Häs-Kontrolle. So wird das Gewand, das nach einem Jahr wieder aus dem Schrank aus der Versenkung geholt wird, geprüft, und erst dann kann ein Fellbacher Weingeist raus in die närrische Welt starten.

Die Maske der Fellbacher Weingeister ist aus Lindenholz geschnitzt. Foto: Gottfried Stoppel

Weit über hundert Häs werden von den Maskenmeistern Melli Neumann und Dominik Weinle kontrolliert und abgenommen und dann mit einem sogenannten Laufbändel versehen. Mit Guggenklängen sowie einem Feuerwerksspektakel mit Musik werden die Weingeister geweckt und aus dem Kappelberg geholt, sagt Martin Thaler, der Sprecher des Fellbacher Carneval Clubs. Bei Imbiss, Glühwein und Kinderpunsch werden die Weingeister dann von den Gästen herzlich willkommen geheißen.

Karten für den großen Kinderfasching sind bald zu haben

Wie Martin Thaler erklärt, ist Tradition und Brauchtum der Fasnet für die Hästräger ein wichtiger Bestandteil ihrer Aktivitäten. Dies gelte auch für den bekannten Spruch, der dann durchs Ländle gehe: „Wenn‘s Feierwerk mit Musik aus de Raketa en Fellbach kracht, – isch übrm Kappelberg ‚Häsabstauba-Nacht’ – no gibt’s koi halda meh!“

Anschließend geht es zur Party in die Neue Kelter. Der Hauptbestandteil ist die Narrentaufe der neuen Weingeister. „Denn ohne Taufe mit Schnupftabak in die Nase und einem gehörigen Schluck Wein ist man ja kein echter Weingeist“, sagt Thaler.

Kartenverkauf für den FCC-Kinderfasching startet am 7. Januar

Zur närrischen Saison gehört der FCC-Kinderfasching, der am 15. Februar in der Alten Kelter steigt. Ab 7. Januar gibt es für die Veranstaltung Karten im Vorverkauf beim i-Punkt am Rathaus Fellbach sowie bei Schnaitmann Fashion in der Bahnhofstraße 12 und bei der K&M Confiserie Fellbach in der Bahnhofstraße 109. Der Eintritt beträgt für alle Kinderfaschingsbesucher von einem Jahr an fünf Euro. Der FCC ist sehr aktiv – im vergangenen Jahr feierte er sein Jubiläum mit einem großen Umzug und einem eigens kreierten Fasnetsbier aus Fellbach.

Weitere Termine der Narrenschar in Fellbach sind am 12. Februar der FCC Rathaussturm, bei dem die Narren das Fellbacher Rathaus einnehmen. Und am 13. Februar steigt dann das Buttenrennen. Infos auch unter www.fccweb.de.